Shopping-Chaos: Und wer hat jetzt wo bis 21 Uhr offen?
- Wien & Bgld. gestatten 1 Abend/Woche
- NÖ: Abend-Shoppen ist jeden Tag erlaubt: SCS sperrt nur an 1 Tag spät zu
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Also wie jetzt: Wer hat wo wie lange offen? Der Streit um die Öffnungszeiten stürzt die Konsumenten ind Shopping-Chaos! In Wien & Burgenland dürfen Geschäfte an einem Abend pro Woche bis 21 offen bleiben. In NÖ erlaubte Landeshauptmann Pröll das Abend-Shoppen prinzipiell jeden Tag: Die SCS hält aber auch nur 1 Tag pro Woche länger offen. Am Donnerstag. Handelsverband sprach von einem "Gesetz ohne Biss". Eine bundesweite Regelung wäre wünschenswert!
Der Handelsverband, Verband der großen und mittleren Unternehmen im heimischen Einzelhandel: Statt bundesweiter Rahmenbedingungen gebe es nun "regionale Einzelschicksale" , außerdem ist "Frust bei großen Filialisten und Konsumenten vorprogrammiert." Die tatsächliche Handhabung der Novellierung werde de facto an die Landeshauptleute abgetreten.
Dies führe zu einem Wirrwarr und finanziellem Mehraufwand für die Unternehmen, meint der Handelsverband, zumal die Betriebe für Filialen in verschiedenen Bundesländern mit unterschiedlichen Regelungen konfrontiert seien. Von dieser "halbherzigen Maßnahme" sei kaum eine Konjunktur belebende Maßnahme zu erwarten. Der Handelsverband fordert daher die sofortige Neuaufnahme von intensiven Gesprächen mit allen Betroffenen und Interessenvertretern.
Die SCS in Vösendorf will vorerst nur an einem Abend länger offen halten - am Donnerstag bis 21.00 Uhr - sowie Samstags bis 18.00 Uhr verlängern. "Wir kennen die Intensität der Besuche nicht", begründet SCS-Zentrumsleiter Christoph Adamek den vorerst zögerlichen Schritt in einem Interview im " Ö1-Mittagsjournal". Ein weiterer Grund für die geringe Ausdehnung der Öffnungszeiten seien die "hohen Zuschläge für Mitarbeiter" bei Abendarbeit. Niederösterreich will den vollen Rahmen der neuen Öffnungszeitenregelung ausschöpfen.
Weiterhin gegen die neuen Ladenöffnungszeiten wettert der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) in der GPA. "Während die reale Kaufkraft der Konsumenten, nicht zuletzt auf Grund der Belastungen der Bundesregierung, für die meisten Menschen sinkt, wird es künftig einen langen Einkaufsabend geben".
Freuen können sich lediglich die großen Einkaufszentren, die vielen kleinen Geschäfte würden durch die Regelung keine Umsatzsteigerungen erzielen. "Für die Handelsangestellten werden die Gehälter noch grotesker", so der GLB, obwohl deren Löhne ohnehin schon niedrig seien. Daher lehne der GLB den langen Einkaufsabend weiterhin ab.
(APA/Red.)
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