AK warnt vor hohen Zinsen bei Versandhandel
- Kredite der Versandhäsuer seien viel teurer als Privatkredite
- Jahreszinssätze bei Teilzahlungen gehen bis zu 18,4 Prozent
Die Arbeiterkammer warnt anlässlich ihres aktuellen Versandhandel-Teilzahlungs-Tests vor hohen Zinsen und fordert vom Versandhandel, die gesetzlichen Bestimmungen der Verbraucherkreditverordnung einzuhalten. "Die Zinsen bei Versandhandelskrediten müssen auf Zinsmarkt-Niveau gesenkt werden, und die Berechnung muss transparent sein", fordert die AK.
Auch bei Versandhäusern müssten die Zinsen während der Laufzeit angepasst werden, es müsse also einer Zinsgleitklausel entsprochen werden, so die AK.
Rund 360.000 Haushalte in Österreich, ein Drittel davon in Wien, können ihre Schulden bei Banken, Versandhäusern, Handybetreibern oder anderen Gläubigern nicht mehr begleichen. Offene Versandhauskredite stünden bereits an zweiter Stelle in der Schuldenstatistik, führt die AK aus.
Teurer als ein Privatkredit
Bei Versandhäusern sind Kredite zwar einfach und unbürokratisch zu erhalten, jedoch unverschämt teuer, zeigt der AK-Test: "Geworben wird zwar mit verführerischen Zinssätzen von 1 und 2 Prozent, aber pro Monat. Die Konditionen stehen im Kleingedruckten. Tatsächlich kann dann der Jahreszinssatz bis zu 18,4 Prozent ausmachen", so die AK. Das sei aber viel teurer als ein Privatkredit.
Kauf auf Pump werde in den Katalogen sehr beworben und es gebe auch Beispiele für Ratenpläne, so die AK-Tester, die im April und Mai sechs Versandhäuser (Heine Versand, Klingel, Neckermann, Quelle, Otto, Universal Versand) geprüft haben. Für die Konsumenten sei es jedoch schwierig abzuschätzen, wie teuer die Finanzierung tatsächlich werde, beanstanden die AK-Konsumentenschützer. Die Zinssätze bei Teilzahlungen seien extrem hoch und liegen zwischen 17,16 Prozent (Heine) und 18,40 Prozent (Universal) im Jahr.










