Voest-Vorstand will ÖIAG 'ehestmöglich' draußen haben
- Management für Privatisierung über den Kapitalmarkt
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Die Querelen um den Verkauf der VoestAlpine gingen am Dienstag in die nächste Runde: Der Vorstand des Linzer Konzerns hat sich am Dienstag für einen "ehestmöglichen gänzlichen Rückzug des Staates" aus dem Unternehmen ausgesprochen. Der Vorstand sieht darin "die für unser Unternehmen beste Lösung, um wieder Ruhe und langfristige Berechenbarkeit herzustellen". VoestAlpine-Chef Franz Struzl wies vor der Pressekonferenz die Aufforderung des Kapitalmarktbeauftragten, Ex-OMV-Chef Richard Schenz, zurück, der ihm den Rücktritt nahegelegt hatte.
Vom früheren Wunsch, die ÖIAG möge die Wachstumsstrategie der Voest noch in den kommenden zwei bis drei Jahren begleiten, nimmt das Management jetzt Abstand. In dem am Dienstag vorgelegten Positionspapier plädiert der Voest-Vorstand nun geschlossen für die weitere Privatisierung über den Kapitalmarkt. Für eine erfolgreiche Umsetzung der Firmenstrategie sei die Einheit des Konzerns in der bestehenden Struktur "zentrales Kriterium".
Vorstand gegen strategischen Partner
Nachdrücklich spricht sich der Vorstand bei der Privatisierung des 34,7 Prozent-Bundesanteils gegen einen strategischen Partner aus: "Es gibt dafür keinen vom Portfolio her passenden Partner."
Bei der Prüfung möglicher Privatisierungsvarianten sollte im Interesse des österreichischen Kapitalmarkts und des Konzerns sichergestellt werden, dass die voestalpine als börsenotiertes Unternehmen mit einem "möglichst hohen" Anteil freier Aktionäre (neben institutionellen Finanzinvestoren) ihre Notierung an der Wiener Börse behält. Für den Wiener Aktienmarkt sei die Voest von "maßgeblicher Bedeutung". (APA/Red.)
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