Montag, 21. Juli 2003

Britisches Pfund fällt wegen Druck auf Tony Blair

  • Währung fiel auf Drei-Monats-Tief gegenüber dem Dollar

Die Affäre rund um den Selbstmord des britischen Regierungsberaters Kelly und die damit verbunde Kritik an der Regierung Blair, setzte auch das Pfund massiv unter Druck. Die Währung ist zum Dollar am Montagmorgen auf ein Drei-Monats-Tief gefallen.

Händler führen diese Reaktion des Geldmarktes auf Unsicherheit hinsichtlich der politischen Auswirkungen des Selbstmords des früheren UNO-Waffeninspektors David Kelly zurück. Euro und Yen waren kaum verändert, wobei ein Feiertag in Japan den Devisenhandel dämpfte. Der Ölpreis erreichte ein Fünf-Wochen-Hoch.

Das Pfund fiel im asiatischen Handel zeitweise auf 1,5776 Dollar, den niedrigsten Stand seit dem 23. April. Später erholte sich die britische Währung auf Kurse über 1,58 Dollar.

Robert Rennie, Währungsstratege der Westpac Bank, sagte, politischer Druck auf den britischen Premierminister Tony Blair habe zu dem fallenden Kurs des Pfund ebenso beigetragen wie Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der britischen Wirtschaft. Der Tod Kellys hat den Druck auf die britische Regierung im Streit um die Rechtfertigung des Irak-Kriegs verstärkt. (APA/Red.)

21.7.2003 12:43