EU im Mai mit negativer Außenhandelsbilanz
- Export-Plus der Eurozone hat sich gegenüber Vorjahr halbiert
- Österreichs Handelsbilanz war im Mai 2003 ausgeglichen
Im Mai 2003 hat sich die Außenhandelsbilanz der EU deutlich verschlechtert. Das teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag nach einer ersten Schätzung mit. Laut Eurostat wies die Außenhandelsbilanz im vorvergangenen Monat ein Defizit von 2,7 Mrd. Euro aus. Die Ausfuhren gingen gegenüber dem Vormonat um 6 Prozent zurück, die Einfuhren um 0,2 Prozent. Ein Lichtblick für die heimische Wirtschaft: Österreichs Handelsbilanz war im Mai immerhin ausgeglichen.
Der Außenhandelsüberschuss der Länder der Eurozone hat sich im Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Nach der Eurostat-Schätzung betrug der Eurozone-Handelsbilanzüberschuss im Mai dieses Jahres 3,7 Mrd. Euro, im Mai 2002 waren es noch 8,8 Mrd. Euro gewesen.
Gegenüber dem April 2003 hat sich der positive Handelsbilanzsaldo in der Eurozone hingegen leicht erhöht. Nach revidierten Zahlen war der Überschuss im April 2003 dort bei 3,5 (2002: 4,5) Mrd. Euro gelegen. Die Exporte gingen von April auf Mai um 3,4 Prozent zurück, die Importe um 2,1 Prozent.
Austro-Bilanz im Mai ausgeglichen
Österreichs Handelsbilanz war im Mai 2003 ausgeglichen, nach einem Überschuss von 0,5 Mrd. Euro im Vormonat. Die Exporte gingen hier zu Lande um 15 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro zurück, die Importe hingegen legten auf den selben Wert um 3 Prozent zu.
Größter Handelsrückgang mit den USA
Nach den detaillierten Ergebnissen für April leidet in der EU zur Zeit vor allem die Energie-, Maschinen- und Fahrzeugindustrie an Exportrückgängen. Den größten Handelsrückgang gab es mit den USA. Die Exporte in die Vereinigten Staaten gingen um 8 Prozent zurück, die Einfuhren sanken gar um 16 Prozent.
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