Mittwoch, 23. Juli 2003

Austria noch auf der Suche nach neuen Spielern

  • Schreuder sagte ab - Aussprache zwischen Vastic und Fans
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Acht Neue hat die Wiener Austria für die neue Saison verpflichtet. Das Einkaufen ist damit jedoch noch nicht beendet, gesucht wird ein Mittelfeldspieler. "Wir beobachten intensiv den Markt, halten die Augen offen und haben mehrere Spieler im Visier", gibt Trainer Joachim Löw zu. Dazu merkte Sportdirektor Günter Kronsteiner an: "Wann der Neue kommt, hängt ganz vom Spieler und dessen Verein ab." Die Übertrittzeit endet erst am 31. August.

Der Anwärterkreis hat sich laut Kronsteiner noch am Dienstag auf zwei Kicker reduziert, nachdem sich der 30-jährige niederländische Mittelfeld-Akteur Alfred Schreuder von NAC Breda nach Angaben des Sportdirektors aus familiären Gründen gegen eine Übersiedlung nach Wien entschieden hatte.

Austria noch nicht so weit wie erhofft
Die Ansprüche des Stronach-Vereins an neue Spieler sind hoch, auch wenn die sportliche Realität mit ihnen derzeit noch nicht Schritt hält. Es sei völlig falsch, alles nur auf den Titel und die Champions League auszurichten. "Wir müssen zuerst Woche für Woche unsere Position bestätigen und uns die Spitze erarbeiten. Da muss unsere große Herausforderung liegen", meint der Austria-Feldherr, der auch noch das Erfolgserlebnis, mit dem man ins Laufen kommen könne, schmerzlich vermisst.

Im Vergleich zum FC Tirol, den er im Vorjahr zum dritten Meistertitel in Serie geführt hat, steht - was den spielerischen und läuferischen Bereich sowie die Automatismen betrifft - "Austria noch in den Startlöchern." Die Innsbrucker wären eine gewachsene Mannschaft gewesen, die eine Einheit gebildet habe. Um die interne Harmonie ist Löw auch in Wien bemüht. Am Montag Abend gab es eine Aussprache zwischen Ivo Vastic und rund 30 Vertretern der Austria-Fans-Clubs.

Aussprache zwischen Vastic und Fans
"Wir haben alle Ereignisse teilweise auch emotional ausdiskutiert. Es war ein überaus positives Gespräch. Die Fans haben sich gefreut, dass sich Ivo gestellt hat. Die Anhänger versprachen, ihn zu respektieren und als Austrianer zu akzeptieren", erzählte Löw, der zu dem rund zweistündigen, fair verlaufenen Treffen auch selbst erschienen war. Einige Anhänger hatten den Japan-Heimkehrer mit Transparenten, auf denen wenig Freundliches zu lesen war, vom ersten Tag an "begrüßt" bzw. abgelehnt.

CL-Quali-Gegner wird ausgelost
Zurück zum Sportlichen, das den Violetten in dieser Woche noch viel zu bieten hat. Am Freitag nämlich erfahren Löw und Co. zu Mittag ihren gesetzten Gegner in der dritten Runde der Champions League-Qualifikation. (apa/red)

23.7.2003 10:12