Sonntag, 27. Juli 2003

Rapids Ex-Präsident Günter Kaltenbrunner ist 60

  • "Gigsl" holte mit Admira und Rapid zwei Titel und vier Cupsiege

Man sieht es ihm zwar nicht an, doch es stimmt. Der Ex-Internationale Günter Kaltenbrunner, der im Verlauf seiner Fußball-Karriere als Spieler, Trainer und Rapid-Präsident zahlreiche Erfolge gefeiert hat, wurde am Montag 60 Jahre alt. Diesen runden Geburtstag hat der gebürtige Weinviertler im kleinen Kreis bereits gefeiert, eine größere Fete vom Club Niederösterreich steht dem früheren Goalgetter allerdings Ende August noch ins Haus.

Zwei Meistertitel (mit Admira bzw. Rapid) und vier Cupsiege (je 2 mit Admira und Rapid) waren Kaltenbrunners größte Erfolge auf Vereinsebene. Zellerndorf, WAC, Admira, Bregenz, Rapid, Wiener Sportclub (Meisterschafts-Schützenkönig 1969/70 mit 22 Toren), OGC Nice und Admira lauteten die Stationen des vierfachen Internationalen, der seine aktive Karriere 1974/75 bei der Admira beendete und dann als Trainer mit Eisenstadt den Aufstieg ins Oberhaus schaffte.

Seine größten internationalen Erfolge verzeichnete er mit Admira 1973/74 im UEFA-Cup, als Inter Mailand in Wien durch ein Kaltenbrunner-Tor mit 1:0 bezwungen wurde und die Italiener dann auch dank eines Auswärtstors ausgebootet wurden, sowie mit Rapid. Im Meistercup 1968/69 schoss "Gigsl" in Wien das Goldtor beim 1:0 gegen den Topklub Real Madrid, der dann mit einem 2:1 in Spanien eliminiert wurde.

Als Funktionär rückte Kaltenbrunner in den Blickpunkt, als er als Leiter der Wirtschaftsabteilung der Bank Austria im November 1995 zum Präsidenten von Österreichs Rekordmeister Rapid gewählt wurde. Bis Ende Juni 1999 - in diesem Zeitraum erlebte er auch den Einzug ins Europacup-Finale der Cupsieger gegen Paris SG (0:1 in Brüssel), Meistertitel und das Erreichen der Champions League - war er in dieser Funktion tätig, doch nach 1.318 Tagen hatte er genug. "Das Klima hatte sich deutlich verschlechtert, die Rahmenbedingungen haben nicht mehr gepasst, da habe ich eben diese persönliche Entscheidung getroffen", sagt Kaltenbrunner.

Heute ist Günter Kaltenbrunner wieder im Kuratorium des SK Rapid und freut sich über den Aufschwung der jüngsten Mannschaft der Liga. Er kommt wieder gerne ins Hanappi-Stadion nach Wien-Hütteldorf.

(APA/Red)

27.7.2003 16:43