Motocross: Rückenmark von Hannes Kinigadner nicht durchtrennt
- Es besteht Hoffnung, aber Ärzte wagen keine Prognose

Schwere Zeiten für die Motocross-Familie Kinigadner. Hannes, Sohn des zweifachen Motocross-Weltmeisters Heinz Kinigadner, befindet sich nach seinem schweren Motocross-Unfall weiterhin auf der Intensivstation des LKH Salzburg. Nachdem es am Montag zu Komplikationen wegen der Lungenquetschung gekommen war, musste der 19-Jährige vorübergehend von den Medizinern wieder in Tiefschlaf versetzt werden. Inzwischen ist Kinigadner wieder aufgewacht und hat auch bereits realisiert, dass er im Moment nach seinem Halswirbelbruch querschnittgelähmt ist.
Ob der Sohn des Tiroler KTM-Sportchefs jemals wieder seine Beine wird bewegen können, darüber wagt Primar Herbert Resch keine Prognose. "Das Positive ist, dass die Kernspintomographie ergeben hat, dass das Rückenmark nicht durchtrennt worden ist. Es besteht also Hoffnung, aber auch Grund zur Skepsis", erklärte Resch gegenüber der APA.
"Das Rückenmark liegt nun zwar frei, damit sind die Voraussetzungen für eine Erholung gegeben, aber ob und wie weit es sich erholen kann, wissen wir nicht. Diese Sache lässt sich nicht erzwingen, man kann medizinisch nur die äußeren Bedingungen zur Erholung schaffen, denn eine erfolgreiche Therapie - weder eine physische noch eine medikamentöse - für die Rückenmarkerholung gibt es bisher nicht."
Unsicher ist auch, wann Hannes Kinigadner in ein Reha-Zentrum überstellt wird. "Das Wochenende wird er auf jeden Fall noch auf der Intensivstation verbringen", betonte Resch.
(APA/Red)
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