Donnerstag, 24. Juli 2003

Becker droht Muster vor Grazer Oldie-Tennis-Turnier: "Schieße ihn vom Platz!"

  • "Tominator" vor Rückkehr auf Tennis-Court voll fit
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Die Ballmaschinen hatte er voll im Griff, in knapp drei Wochen will Thomas Muster bei seiner Rückkehr in die Tennis-Turnierszene auch Asse wie Henri Leconte, Mats Wilander und Andres Gomez dominieren. Der 35-jährige Steirer präsentierte sich am Donnerstag bei einem Schau-Training in Graz-Seiersberg fit und voll Freude auf sein Comeback bei der CA-Challenge (12.-16. August). Und obwohl nicht in Toms Vorrundengruppe, spuckt sein "alter Freund" Boris Becker schon große Töne. Er ließ ausrichten: "Ich schieße Tom vom Platz!"

Die beiden Rivalen haben noch eine Rechnung offen. Muster verpatzte Becker den einzigen Sandplatzsieg seiner Karriere in Monaco. Becker hatte 2:0 Satzvorsprung und Matchball - Muster gewann dennoch. Becker unterstellte ihm frustriert Doping. In Graz ist leider erst im Finale ein Duell möglich.

Im Zentrum des Interesses dieses Events in der Shoppingcity Seiersberg wird aber natürlich die Rückkehr von Thomas Muster stehen. Läuft es bei diesem Turnier der Champions-Tour gut, wird sich der ehemalige Weltranglisten-Erste im Herbst wohl auch wieder im "richtigen" Tennis versuchen. "Derzeit habe ich noch kein Gefühl dafür, wie weit ich wirklich bin", relativierte Muster am Donnerstag.

Muster möchte nur ein Match gewinnen
Wie Muster überhaupt viele Erwartungen relativiert. "Mein Ziel ist, wenigstens ein Match zu gewinnen", gestand Muster. Einen zweiten Sieg, der ihn ins "Semifinale" bringen würde, würde er natürlich gerne mitnehmen. "Jedenfalls freue ich mich auf das Turnier und meine Gegner, die ja alle meine Generation sind. Gegen Leconte kommt sicher die Nervosität als Faktor hinzu, immerhin habe ich seit mehr als vier Jahren keine Partie mehr in einem Stadion mit 5.000 Zuschauern gespielt."

Die Trainings-Vorbereitung hat er gut und verletzungsfrei überstanden, sein Körpergewicht dabei von 99 auf 77 Kilo reduziert. Bis zum Start des Turniers sollen noch zwei Kilo runter.

Warum er sich das alles antut, hat viele Gründe. Nur einen nicht, nämlich Geld, hat er doch allein an offiziellem Preisgeld mehr als zwölf Mio. Dollar verdient. Muster: "Von meinem Vermögen können drei Generationen gut leben."

Das parallel stattfindende ATP-Turnier ist stark besetzt, Österreich stellt mit Kitz-Überraschungsmann Werner Eschauer, Julian Knowle, Markus Hipfl und Alex Peya aussichtsreiche Vertreter.

(APA/Red)

24.7.2003 14:32