AC Perugia will eine Frau als Spielerin verpflichten
- Italienischer Verein hat auch Sohn von Gaddafi unter Vertrag
- Klub-Präsident droht mit einer weltweiten Revolte der Frauen
Der italienische Fußball-Erstligist AC Perugia will eine Frau in seine Mannschaft aufnehmen. "Ich bin überzeugt, dass Perugia der erste Verein auf dem Planeten werden kann, in dem eine Frau zusammen mit Männern in der ersten Liga spielt", sagte Vereinspräsident Luciano Gaucci.
"Innerhalb von sechs Monaten wird eine Frau in Perugias rotem Trikot spielen", kündigte er an. Gaucci hatte im vergangenen Monat mit der Verpflichtung von Al Saadi Gaddafi, den 28-jährigen Sohn des libyschen Staatschefs Muammar el Gaddafi, für Aufsehen gesorgt.
Talentscouts seien in Deutschland, Skandinavien und in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien unterwegs, um nach einer geeigneten Spielerin zu suchen. "In diesen Ländern gibt es Frauen, die technisch gut sind, die aber auch im körperlichen Sinne mit Männern konkurrieren können", sagte Gaucci.
Klubpräsident droht mit Frauen-Revolte
Der italienische Fußballverband war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen. Gaucci rechnete aber nicht mit einem Verbot. In den Regeln gebe es keine Passage, die den Einsatz von Frauen in Männer-Teams verbiete. Lediglich der umgekehrte Fall, also Männer in Frauen-Teams, seien darin erwähnt. Sollte es dennoch Probleme geben, sagte Gaucci eine Revolte der Frauen auf der ganzen Welt voraus. (apa)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
