Schwimm-WM: "Podo" mit siebentbester Zeit im Finale
- Zahrl als enttäuschende 20. über 200 m Delfin out
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Vize-Weltmeister Maxim Podoprigora hat die Pflicht erfüllt, mehr aber nicht. Der Wiener hat am Mittwoch bei der Schwimm-WM in Barcelona den Final-Einzug über 200 m Brust geschafft. Der Vize-Weltmeister über diese Distanz schwamm im Semifinale in 2:13,17 Minuten die siebentschnellste Zeit, das Finale geht am Donnerstag über die Bühne. Petra Zahrl schied über 200 m Delfin wie schon über 100 m im Vorlauf aus, für die Kurzbahn-EM-Dritte 2000 reichte es nur zu Platz 20.
Schon im Vorlauf am Vormittag war "Podo" eher schwach unterwegs. Podoprigora kletterte maßlos enttäuscht aus dem Becken des Palau Sant Jordi. "Ich bin einfach nur schlecht geschwommen. Ich weiß nicht, ob das reicht", war sein erster Kommentar. Obwohl sein Aufstieg einen Lauf später feststand, schüttelte er den Kopf, die Zuversicht war gewichen. "Im Semifinale wird's genauso sein, auf das Finale hab' ich keine Chance. Warum, weiß nur der liebe Gott", sagte er.
"Podo" fühlt sich unsicher
Für den 25-Jährigen war dieser Lauf eine Standortbestimmung, da er in dieser Langbahn-Saison noch keinen aussagekräftigen Wettkampf geschwommen war. Grund waren zwei längere Trainingslager bzw. die lang dauernde Kurzbahn-Saison. "Podo" fühlte sich vor den Titelkämpfen daher auch etwas unsicher, vertraute aber auf die Künste Szarzynskis. Der gebürtige Pole hatte den Kurzbahn-Ex-Europameister schon des öfteren auf den Punkt hin in Form gebracht.
Gleich neun Teilnehmer disqualifiziert
Im Lauf Podopriogoras lag der 100-m-Weltmeister und - Weltrekordler Kosuke Kitajima bei 150 m noch mehr als eine halbe Sekunde unter der Weltrekord-Durchgangszeit des Russen Dimitrij Komornikow, verlor auf der letzten Länge aber noch 1,69 Sekunden. Mit dem WM-Rekord von 2:10,66 hat sich der Asiate aber zum Favoriten gestempelt und hat gute Chancen, in Spanien Doppel-Weltmeister zu werden. Die Schwimm-Richter waren übrigens in der Regelauslegung sehr hart, gleich neun Teilnehmer wurden disqualifiziert.
Nervöse Zahrl erfüllt Erwartungen nicht
Zahrl entsprach ihren Erwartungen und jenen ihres Trainers Kurt Dittrich bei Großereigenissen nun schon einige Male nicht, bis zur Saison 2001 war stets auf sie Verlass gewesen. "Ich hab' mich gar nicht so schlecht gefühlt, aber die Zeit ist miserabel", meinte die Wienerin. "Ich war vor dem Start ziemlich nervös und wollte es ja nicht zu schnell angehen. Dann waren die ersten beiden Längen aber viel zu langsam." Mit der Durchgangszeit von 1:04,48 lag sie zwei Sekunden über dem Plansoll, damit war der Aufstieg kein Thema mehr.
Das Scheitern ist doppelt bitter, weil die Qualifikation relativ leicht zu erreichen gewesen wäre. Mit 2:12,77 ist man noch weiter gekommen, Zahrls VÖS-Rekord von 2:12,09 hätte zu Rang zehn gereicht. (apa/red)
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