Olympia 2014: Salzburg bewirbt sich vermutlich nicht
- Bürgermeister Schaden spricht sich eher für 2018 aus
- LH Schausberger warnt vor "leichtfertiger" Vorgangsweise
Nach dem Platzen der Träume für die Olympischen Winterspiele 2010 deutet in Salzburg alles darauf hin, dass es zu keiner Bewerbung um die Spiele 2014 kommen wird. Landeshauptmann Schausberger warnt davor, wieder so viele Menschen "leichtfertig in eine Bewerbung zu führen, wo ein Absturz bevorsteht".
Man werde demnächst in einer großen Runde beraten, wie weiter vorgegangen wird. Das habe er mit Schaden so vereinbart. "Ich glaube, es ist notwendig, dass man wirklich alle Faktoren für eine Bewerbung 2014 oder 2018 genau überlegt. Wahrscheinlich ist es sogar sinnvoll, die Entscheidung für 2012 abzuwarten, denn wir haben natürlich aus dem Ergebnis in Prag schon sehr viel gelernt", meinte Landeshauptmann Schausberger.
Chancen vorher klar analysieren
"Ich muss sagen, es war in unserer Bewerbung, die ja wirklich eine objektiv anerkannt gute Bewerbung gewesen ist, so viel Herzblut, so viel Engagement, so viel Zeit von so vielen Menschen drinnen, dass man solch engagierte Menschen nicht mehr leichtfertig in eine Bewerbung führen sollte, wo dann wieder so ein Absturz bevorsteht. Das heißt, man muss die Chancen sehr klar analysieren, und das wollen wir tun", so der Landeshauptmann.
Olympia 2014 an Südkorea?
Bürgermeister Schaden sprach sich unterdessen dafür aus, eine Bewerbung - wenn überhaupt - erst für die Spiele 2018 anzudenken. Er habe von den verschiedensten Seiten gehört, dass es 2014 sehr schwierig werde, weil sich PyeongChang (Südkorea) wieder bewerben werde und ausgezeichnete Chancen habe. Allerdings sei diese Entscheidung dann wohl schon von seinem Nachfolger zu treffen. (apa)
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