Gedenken an Korea-Waffenstillstand vor 50 Jahren

Etwa 2500 Menschen haben am Sonntag in Panmunjom in der entmilitarisierten Zone der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens gedacht, das vor 50 Jahren den Koreakrieg beendete. Bei der Zeremonie, an der auch 900 Kriegsveteranen aus 16 Ländern teilnahmen, wurde ein Mahnmal für die Toten des Koreakriegs (1950-53) enthüllt.
Im Koreakrieg starben oder verschwanden nach unterschiedlichen Schätzungen drei bis fünf Millionen Menschen, Millionen Familien wurden auseinander gerissen. Mit dem Waffenstillstand war eine entmilitarisierte Zone am 38. Breitengrad geschaffen worden. Diese wird seither von einer neutralen Überwachungskommission kontrolliert.
Der Frieden sei damals durch den Versuch zerstört worden, die Halbinsel unter kommunistischer Führung zu einigen, sagte der Kommandant der US-Truppen, Leon LaPort. Die USA haben in Südkorea nach wie vor 37.500 Soldaten stationiert.
Der als Kriegsheld dekorierte südkoreanische Ex-Kommandant Paek Sun Yup warf dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Il vor, sich von der internationalen Gemeinschaft zu isolieren und das Elend seines eigenen Volkes zu ignorieren. Nordkorea hatte gegen die Feierlichkeiten in Panmunjom protestiert. In einem Brief an UNO-Generalsekretär Kofi Annan betonte die Regierung in Pjöngjang, die Feiern seien ein "gefährlicher Schritt", der zu einem neuen Krieg führen könnte.
Pjöngjang nimmt daran Anstoß, dass die Gedenkfeiern "unter UNO-Kommando" organisiert wurden. Der Name der Weltorganisation werde missbraucht, da die damalige Streitmacht unter amerikanischem Kommando gestanden sei. Das Waffenstillstandsabkommen vom 27. Juli 1953 war nicht zwischen den beiden koreanischen Staaten geschlossen worden, sondern zwischen den USA im Namen der UNO und den Nordkoreanern. (APA)
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