USA fordern Rebellen in Liberia zum Rückzug auf
- Taylor bekräftigt Willen zum Rücktritt
- Ausländische Friedenstruppen sollen noch diese Woche kommen
Die USA haben am Sonntag die Rebellen-Gruppen in Liberia aufgefordert, das Feuer einzustellen und sich aus der Hauptstadt Monrovia zurückzuziehen. Zugleich kündigte ein hochrangiger Vertreter des westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS die Stationierung ausländischer Friedenstruppen in Liberia für diese Woche an. Die Rebellen kämpfen für den Sturz von Liberias Präsidenten Taylor.
Taylor hat zwar am Wochenende in Monrovia erneut seine Rücktrittsabsichten bekräftigt, einen Termin dafür aber bisher nicht genannt. Er macht seinen Rücktritt vom Eintreffen einer multinationalen Friedenstruppe abhängig. Die USA verlangen dagegen als Vorbedingung einer eventuellen Beteiligung an einem solchen Einsatz den Rücktritt Taylors.
US-Forderung: "Ende der Kämpfe"
Die USA forderten beide Seiten zu einem Ende der Kämpfe auf. Der US-Botschafter in Monrovia, John Blaney, sagte am Sonntag, sein Land habe der Regierung von Präsident Taylor und den Rebellen vorgeschlagen, den Fluss Po im Norden von Monrovia als Pufferzone zwischen den Kampfverbänden zu akzeptieren. Taylor habe den Vorschlag bereits angenommen, mit der Führung der Vereinigten Liberianer für Versöhnung und Demokratie werde verhandelt.
Rebellen nehmen Brücke ein
Bei den Gefechten um Monrovia haben die Rebellen am Sonntag eine strategisch wichtige Brücke eingenommen. Bisher hatten die Rebellen der LURD versucht, südlich des Hafens ins Zentrum der Hauptstadt vorzudringen. Mit der Einnahme der Brücke können sie nun auch von anderer Seite vordringen. (APA)
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