Schwere Erdbeben: Über 420 Verletzte im Norden Japans!
- Größte Erschütterung mit Stärke 6,2; hunderte Nachbeben
- Gleich drei Beben lassen den Südwesten der Türkei erzittern
·Südwesttürkei
Drei Erdbeben, kleinere Schäden
Bei einem starken Erdbeben im Nordosten Japans sind am Samstagmorgen nach Berichten des Rundfunksenders NHK mindestens 200 Menschen verletzt worden. Das Beben mit einer geschätzten Stärke von 6,2 auf der Richterskala habe Erdrutsche ausgelöst und in einigen Gebieten die Stromversorgung lahm gelegt. Das Epizentrum des Bebens lag rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokio.
Kurz nach Mitternacht war dieselbe Region bereits von einem Beben der Stärke 5,5 erschüttert worden, bei dem Berichten zufolge elf Menschen verletzt wurden. Das Gebiet ist meist ländlich geprägt, mit wenigen großen Städten und einigen ansässigen High-Tech-Unternehmen.
Bei dem zweiten Beben wurden in der Stadt Kanancho bei einem Erdrutsch zwei Menschen verschüttet, konnten jedoch rasch geborgen werden. Die Behörden warnten vor der Gefahr weiterer Erdrutsche, da der Boden vom heftigen Regen der Nacht zuvor aufgeweicht sei. "Das war wirklich ein heftiger Stoß", berichtete eine Frau dem Sender. "Ich wusste nicht, was los war. Jetzt ist das ganze Haus in Unordnung."
Rund 130.000 Haushalte seien vorrübergehend ohne Strom gewesen und Züge zum Stehen gekommen, berichtete NHK. Ein Zug mit rund zehn Insassen entgleiste, Berichte über Verletzte gab es jedoch nicht. In der Gebirgsstadt Nangocho wurden rund 50 Häuser beschädigt, wie ein Behördensprecher sagte. Einige Bewohner seien in einer Schule in Sicherheit gebracht worden. Von dem Atomkraftwerk Onagawa in der Region wurden keine Schäden gemeldet.
Miyagi war Ende Mai von einem Beben der Stärke 7,0 auf der Richterskala erschüttert worden. Mehr als 100 Menschen wurden damals verletzt. In der westjapanischen Stadt Kobe waren vor acht Jahren bei einem Beben der Stärke 7,2 auf der Richterskala 6.430 Menschen ums Leben gekommen. (APA)
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