Freitag, 25. Juli 2003

Unwetter in Rimini: Blitz tötet Urlauber am Strand!

  • 2. Blitz in Verbania: Niederländer überlebt verletzt
  • Weiter Dürre in Italien und Frankreich

Die Gegensätze könnten nicht krasser sein: Dürre und schwere Unwetter suchen derzeit Italien und Frankreich heim, ausgetrocknete Böden und reißende Bäche wechseln sich ab. Vor allem für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen wird die Lage immer schlimmer. Tragischer Tod eines Urlaubers am Strand von Rimini - er wurde vom Blitz getroffen und starb!

Schwere Unwetter haben am Donnerstagabend erneut Sachschäden und Überflutungen in mehreren Badeortschaften der nördlichen Adria verursacht. Nach den Sturmböen in Veneto und der Lombardei war in der Nacht auf Freitag vor allem der Raum um Rimini besonders betroffen. Ein tschechischer Tourist, der sich auf einem Strand in Rimini aufhielt, starb nach einem Blitzschlag.

Der 23-jährige Tscheche kam ums Leben, als er sich einer Mülltonne näherte, in die der Blitz einschlug. Wie das italienische Fernsehen am Freitag weiter berichtete, wurde auch ein niederländischer Feriengast vom Blitz getroffen, als er bei Verbania am Lago Maggiore in seinem Zelt schlief. Er erlitt eine Fußverletzung.

Wasserstand des Po wieder gestiegen
Dank der Niederschläge der letzten Tage stieg der Wasserstand des Flusses Po um einen halben Meter, nachdem er am Mittwoch in der lombardischen Stadt Cremona auf ein Rekordtief gesunken war. Die Wasserknappheit in Norditalien bleibt jedoch trotz der Gewitter problematisch. In 60 Prozent der italienischen Provinzen klagten die Bauer wegen Wassermangels über enorme Schäden. Sie schätzen ihre Ernteeinbußen auf 5,5 Milliarden Euro.

Waldbrände in Süditalien
Im Süden Italiens gehen immer mehr Landstriche in Flammen auf. 23 Brände wurden in den Regionen Kalabrien und Kampanien gemeldet. Die meisten Feuer in Italien werden vorsätzlich gelegt.

Französische Alpenseen in Gefahr
Auch in weiten Teilen Frankreichs macht die anhaltende Trockenheit den großen Alpenseen zu schaffen: Tourismusexperten berichteten in dieser Woche von fallenden Wasserständen in den bei Wassersportlern und Badenden beliebten Seen von Serre-Poncon, Annecy und Aiguebellette. (APA/red)

25.7.2003 10:49