Anschlag auf Geheimdienstchef der Palästinenser
Der Chef des palästinensischen Militärgeheimdienstes Musa Arafat ist am Donnerstag nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen knapp einem Anschlag entgangen. Wie weiter hieß, feuerten unbekannte Angreifer eine Rakete auf das Büro des Generals in der Stadt Gaza. Der Geheimdienstchef ist ein Cousin von Palästinenserpräsident Yasser Arafat.
Die Rakete habe ihr Ziel verfehlt und stattdessen ein daneben gelegenes Gefängnis getroffen. Mindestens zehn Insassen und Wächter seien verletzt worden. Augenzeugen berichteten, sie hätten eine laute Explosion gehört. Mehrere Feuerwehr- und Sanitätswagen seien zum Ort des Einschlags gefahren. Anderen Sicherheitsquellen zufolge geht die Polizei jedoch auch dem Verdacht nach, dass der Angriff möglicherweise dem Gefängnis gegolten hat mit dem Ziel dort einsitzende mutmaßliche Kollaborateure mit Israel zu töten.
Die radikale Palästinensergruppe Islamischer Dschihad drohte unterdessen der israelischen Regierung mit neuen Gewalttaten, falls diese die Verfolgung ihrer Aktivisten nicht einstelle. Die Festnahme des hochrangigen Dschihad-Führers Ahmed Shabani in Jenin im Westjordanland am Donnerstag zeige, dass Israel wenig Rücksicht auf die "Sorgen des palästinensischen Volkes" nehme, hieß es in einer Erklärung. Es drohe eine "Eskalation der Auseinandersetzungen", für die Israel die Verantwortung übernehmen müsse. Die radikalislamische Gruppe hatte Ende Juni zusammen mit weiteren Gruppen eine einseitige Waffenruhe ausgerufen. (APA)
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