Terror vom 11. September '01: Grobe Pannen von CIA und FBI
- Kongress-Bericht zu Terror-Anschlägen in Washington veröffentlicht
- Senator wirft US-Geheimdiensten offen "Versagen" und "Peinlichkeiten" vor
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Jetzt liegen die Ergebnisse vor - und für CIA bzw. FBI sind sie alles andere denn entlastend: Der US-Kongress veröffentlichte am Donnerstag offiziell seinen Abschlussbericht zur Untersuchung der Vorgänge rund um die Terror-Anschläge von New York und Washington vom 11. September 2001. Einzelne Senatoren sprachen gar vom "Versagen" der Geheimdienste und von "Peinlichkeiten" des Weißen Hauses.
Dam Bericht zufolge hätten die Behörden nur unzureichend miteinander kommuniziert, einzelne Hinweise auf die geplanten Attacken der Terrororganisation El Kaida nicht verknüpft und "nicht aggressiv genug" Informationen gesammelt, heißt es nach Medienberichten im Abschluss-Untersuchungsbericht des Kongresses, der am Donnerstag veröffentlicht werden sollte.
Anschläge wären zu Verhindern gewesen
Generell wird nach Angaben der "New York Times" in dem Report festgestellt, dass die Anschläge hätten verhindert werden können, wenn sich CIA und FBI besser ausgetauscht hätten. Aber weder FBI noch CIA werde konkret angelastet, bestimmte Informationen übersehen zu haben, die eine Vereitelung der Terroraktionen ermöglicht hätten.
Der 900 Seiten umfassende Bericht war von einer gemeinsamen Kommission des Abgeordnetenhauses und Senats erarbeitet worden. In den vergangenen sieben Monaten hatten das Weiße Haus und die CIA den Bericht dann durchforstet und Teile für die Öffentlichkeit gesperrt. Zur Begründung hieß es, die darin enthaltenen Informationen könnten die Sicherheit der USA gefährden.
Als Ergebnis weist der Bericht große Lücken auf, wie Demokraten am Donnerstag mitteilten. So fehlten etwa wesentliche Erkenntnisse über Terrorunterstützung - und durch andere Staaten wie Saudiarabien. Der demokratische Senator Bob Graham sprach in diesem Zusammenhang von einem Vertuschungsmanöver des Weißen Hauses, das sich "Peinlichkeiten" ersparen wolle. Die Bevölkerung habe jedoch ein Anrecht auf vollständige Information.
Ek-Kaida-Zellen in den USA nicht beachtet
Viele Einzelheiten des für die Öffentlichkeit vorbereiteten Berichts waren bereits im Vorfeld bekannt geworden. Wie zum Beispiel die "New York Times" vorab berichtete, versagten FBI und CIA nach den Erkenntnissen der Kommission unter anderem dabei, die Anwesenheit von El-Kaida-Zellen in den USA zu untersuchen. Besonders dramatische Fehler seien in San Diego an der Westküste der Vereinigten Staaten begangen worden, wo zwei der späteren Flugzeugentführer vom 11. September - Khalid Almihdhar und Nawaf Alhazmi - zwei Jahre lang vor den Anschlägen lebten. (APA/red)
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