Streik-Alarm: British Airways droht große Streikwelle!
- Neues Arbeitszeiterfassungssystem sorgt für Proteste
- BA-Aktien sind auf Sturzflug!
Erst am Wochenende legten wilde Arbeitsniederlegungen in London-Heathrow Teile des europaweiten Flugverkehrs lahm (siehe Kasten rechts), jetzt droht eine weitere, diesmal organisierte Streikwelle. Grund: Ein neues Arbeitszeiterfassungssystem, das Mittwoch in Betrieb genommen wurde. Die Aktien der British Airways schwenkten als Reaktion in den Sturzflug.
Die Gewerkschaften wollen nun nach eigenen Angaben mit den einzelnen Mitarbeitergruppen der Fluggesellschaft beraten, ob über Arbeitsniederlegungen abgestimmt werden soll. Ein spontaner Streik des Bodenpersonals auf dem Londoner Flughafen Heathrow hatte am Wochenende den Flugverkehr der BA in großen Teilen lahm gelegt.
Ungeachtet der Kontroverse führte die BA am Mittwoch ihr neues Arbeitszeiterfassungssystem ("clock in") für eine effiziente Gestaltung der Schichtdienste ein. Die Gewerkschaften befürchten daraus Nachteile für die Schichtarbeiter. "Wir haben geholfen, massive Einsparungen zu erreichen, und das Unternehmen sollte sich mit uns hinsetzen und alle Differenzen beseitigen", sagte Gewerkschaftsvertreter Patrick O'Keeffe.
British Airways entschuldigte sich indes öffentlich bei den Passagieren, die infolge des Streiks Unannehmlichkeiten hatten. "Wir wissen, dass wir nicht den Service geboten haben, den unsere Kunden erwarten können", räumte BA-Chef Rod Eddington in einer ganzseitigen Zeitungsanzeige ein. "Und dies ist sicherlich nur ein schwacher Trost für diejenigen, die stunden- und in einigen Fällen sogar tagelang darauf warten mussten, mit uns fliegen zu können."
Die BA teilte zugleich mit, sie habe ihre umfangreiche Werbekampagne, in der sie ihren Service im Vergleich zu so genannten Billigfluglinien anpreist, vorübergehend ausgesetzt. BA-Titel verloren bis zum Nachmittag gegen den Markttrend in London mehr als zwei Prozent auf rund 169 Pence. (APA/red)
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