ETA-Bomben im Urlaubs-Paradies Costa Blanca: Schon 13 Verletzte!
- Alicante & Benidorm: 2 Bomben in Hotels explodiert
- Die BILDER: Anschläge hinterlassen Trümmerfeld!
Schock nach den Bomben-Anschlägen an der spanischen Costa Blanca! Zu Mittag sind in Hotels in Alicante und Benidorm 2 Bomben explodiert! Mindestens 13 Menschen - darunter 7 Ausländer - sind verletzt worden. Die Anschläge waren kurz zuvor von der ETA telefonisch angekündigt worden, worauf man die Hotels räumen ließ. Die Bomben gingen aber zu früh hoch!
Unter den Opfern sind auch 7 Ausländer: ein 24-jähriger Hamburger, ein 30-jähriger Niederländer, zwei Schwedinnen, ein Engländer und zwei Russen. Sie alle waren auf der gleichen Sprachschule. Sie befindet sich direkt neben dem Hotel, wo eine der Bomben explodiert war.
Der erste Sprengsatz explodierte gegen Mittag in einem Hotel im Zentrum von Alicante. Fünf Bewohner eines Nachbarhauses erlitten Verletzungen. Die zweite Bombe detonierte kurz darauf in einem Hotel in Benidorm. Dort gab es vier Verletzte, darunter zwei Sprengstoffexperten der Polizei. Sie wurden schwer verletzt.
Beide Herbergen waren nach einer telefonischen Warnung im Namen der baskischen Untergrund-Organisation ETA geräumt worden. "Nur das schnelle Eingreifen der Polizei hat ein Massaker verhindert", sagte der Delegierte der spanischen Regierung in der Region Valencia, Juan Cotino. Die Bomben seien früher explodiert als von der ETA angekündigt, sagte Innenminister Angel Acebes.
Anschlagsserie befürchtet
Die ETA hat in den vergangenen Jahren neben Anschlägen im Baskenland zunehmend auch Touristenorte ins Visier genommen. Die Anschläge an der Costa Blanca nähren deshalb Befürchtungen, dass in der Sommersaison weitere Anschläge an Touristenorten folgen könnten.
Die ETA führt seit Jahren einen Untergrundkrieg für ein autonomes Baskenland im Norden Spaniens und Südwesten Frankreichs. Zuletzt hatte die Polizei Mitte des Monats eine Bombe in einem Hotel in Pamplona entschärft, die offenbar ebenfalls von der ETA gelegt worden war. Bei Bombenanschlägen und Schießereien der ETA wurden seit 1968 rund 840 Menschen getötet. (apa)
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