Dienstag, 22. Juli 2003

Heftige Unwetter in Norddeutschland

  • Gewitterfront mit Hagel & Sturm
  • Zahlreiche Keller stehen unter Wasser - keine Verletzten

Unwetter haben in der Nacht auf Dienstag in den nördlichen Teilen Deutschlands, vor allem in Nordrhein-Westfalen, für einen Dauereinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Verletzt wurde bei den Unwettern niemand. Trotz heftigen Gewittern leidet Deutschland, genauso wie Italien und Österreich unter der Dürre. Die Schäden betragen bereits 1 Mrd. Euro.

Im Raum Aachen legten umgestürzte Bäume den Verkehr stundenlang lahm. In Köln wurden Straßen überschwemmt, zahlreiche Keller stehen unter Wasser. Schäden richteten die Gewitter auch in Rheinland-Pfalz an. Das an der Autobahn gelegene Nentershausen im Westerwald wurde nach Polizeiangaben teils überflutet.

In Norddeutschland kann es laut Wetterdienst noch bis Dienstagvormittag heftige Gewitter geben. Im Nordosten Niedersachsens drohten örtlich mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

Gewitterfront mit Hagel & Sturm
In der Nacht war eine schwere Gewitterfront mit Hagel, heftigem Sturm und starken Regenfällen über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Das Unwetter richtete vor allem im Münsterland, im Bergischen Land sowie im Siegerland teils schwere Schäden an. Der Wind erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 70 Stundenkilometern, in Köln fielen 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Dort rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu rund 240 Einsätzen aus. Die Polizei registrierte binnen einer Stunde mehr als 50 Sturmschäden.

Auch im Raum Koblenz hielten Unwetter die Rettungskräfte die ganze Nacht in Atem. Am frühen Dienstagmorgen gingen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers Notrufe "am laufenden Band" ein. (apa/red)

22.7.2003 07:47