Mindestens vier Tote durch Stürme und Hitze in Europa
- Waldbrände in Südeuropa vernichten ganze Landstriche
- Erdrutsche und Fluten in Norditalien nach Gewittern
·Verdurstet!
Urlauberin verirrte sich auf Mallorca
·Mind. 6 Tote
Schwere Gewitter in Südpolen
·Wetter-Chaos
Gewitter im Westen - Ozon im Osten!
·Dürre in Italien
Alpenseen werden in Flüsse abgeleitet
·Frankreich
Feuer: 10.000 ha Wald vernichtet
·Heißes Spanien
Waldbrände um Barcelona
·Niedrige Pegel
Donauschifffahrt vor Problemen
·Österreich
Getreide, Kürbis & Raps verdorren!
·Prognose für die nächsten Tage
Schauen Sie rein:
So wird das Wetter!
Vier Menschen starben in den letzten Tagen bereits durch das sommerliche Wetter-Chaos in Europa! Drei deutsche Urlauber ertranken am Sonntag vor der Küste Kretas. Eine 28-jährige Spanierin kam wegen Wassermangels bei einem Ausflug in brütender Hitze auf Mallorca ums Leben. Waldbrände - vor allem in Südeuropa - vernichten ganze Landstriche. Und schwere Gewitter im norditalienischen Trento führten Überschwemmungen und Erdrutsche.
Die drei Deutschen, die in Griechenland ertranken, waren in der Region des Ferienortes Georgioupolis von Böen der Stärke 8 überrascht worden. "Wir konnten nichts machen. Die drei Deutschen waren zu weit weg vom Strand geschwommen", sagte ein Augenzeuge im Fernsehen.
Erdrutsche in Italien
In Italien mussten mehrere Häuser Montag früh evakuiert werden, wie die Behörden mitteilten. Trotz einzelner Gewitter und Regenfälle im Norden fanden die Hitzewelle und die schwere Dürre in Italien kein Ende. Der Pegelstand des Po war so niedrig wie seit 100 Jahren nicht mehr. Mit Wasser aus Alpenseen wollen die Behörden nun norditalienische Flüsse auffüllen und so Stromerzeuger, Industrie und Landwirtschaft versorgen. Bauern haben wegen der Ernteausfälle einen kräftigen Preisanstieg angekündigt.
Auch der Schweizer Bauernverband rechnet wegen der anhaltenden Trockenheit mit Ertragsausfällen in dreistelliger Millionenhöhe. Allein der Ackerbau habe Verluste von umgerechnet 210 Millionen Euro erlitten, teilte der Verband am Montag in Brugg mit. Ausfälle gebe es auch bei Obst und Gemüse und in der Tierhaltung.
In Frankreich herrschte - auch nach Eindämmung des gewaltigen Feuers im Südosten - akute Waldbrandgefahr. Auf der Mittelmeerinsel Korsika kämpften Feuerwehrleute gegen einen sich ausbreitenden Brand nördlich von Ajaccio, der nach Angaben der Behörden vom Montag bereits über 2000 Hektar Wald und Gebüsch vernichtete. Auch im Hinterland der Cote d'Azur und in den Pyrenäen nahe der spanischen Grenze flackerten immer wieder Brände auf.
In der Bretagne wurden am Sonntag drei TGV-Schnellzüge auf der Strecke Brest - Paris durch Brände am Bahndamm aufgehalten. Bei den schweren Bränden im Departement Var waren 10.000 Hektar Kiefernwald und Unterholz vernichtet worden. In 40 Departements wurden Wassersparmaßnahmen verordnet worden.
Waldbrände in Spanien ziehen Verwüstungsspur
Die Serie von Waldbränden in Spanien reißt ebenfalls nicht ab. Auf Mallorca vernichteten zwei kleinere Feuer einige Hektar Pinienwald und Gebüsch bei Calvi im Südwesten und nahe Manacor im Osten. In der Gemeinde Inca waren zudem rund 15.000 Einwohner stundenlang ohne Strom, weil ein Transformator explodiert war. Das Netz war überlastet, weil bei 35 Grad die Klimaanlagen überall auf Hochtouren liefen. Bei weiteren Bränden wurden in Spanien rund 1.500 Hektar Wald vernichtet. (APA/ red)
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