Montag, 21. Juli 2003

US-Militärkonvoi im Irak mit Raketen angegriffen

  • Angreifer liefern sich Schusswechsel mit US-Soldaten
  • Al Jazeera: Mindestens zwei US-Soldaten getötet

Unbekannte haben in der irakischen Stadt Falluja einen US-Militärkonvoi mit Raketen angegriffen. Nach dem Angriff in der Nacht zum Montag lieferten sich US-Soldaten mit den Angreifern einen Schusswechsel, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Nach Angaben des TV-Sneders Al Jazeera sind dabei mindestens zwei US-Soldaten getötet worden.

Das US-Militär bestätigte den Tod eines Soldaten. Außerdem sei ein irakischer Übersetzer getötet worden.

Al Jazeera verfügte zunächst über keine genaueren Informationen über den Hergang der Attacke. Der arabische TV-Sender Al Arabiya sprach unter Berufung auf Augenzeugen von einem Panzerfaust-Angriff.

In der Widerstandshochburg rund 50 Kilometer westlich von Bagdad gibt es seit dem Sturz der irakischen Führung fast täglich Angriffe auf die US-Besatzungstruppen.

Minister werden ernannt
Der irakische Regierungsrat wollte am Montag über die Gründung von Ministerien und die Ernennung der Ressortchefs beraten. Bei ihrer Sitzung in der Früh wollten die Mitglieder des am 13. Juli ins Leben gerufenen Rats eine Liste von Ministern aufstellen, wie der Sprecher des Rats in Bagdad mitteilte.

US-Zivilverwalter Paul Bremer hatte am Sonntag im US-Fernsehsender Fox News erklärt, die Iraker könnten innerhalb von sechs bis acht Monaten über eine neue Verfassung und in einem Jahr über eine neue Regierung verfügen. Bremer hält sich derzeit in Washington auf, um die US-Regierung über den Stand des Wiederaufbaus im Irak zu unterrichten. (APA)

21.7.2003 09:38