Montag, 21. Juli 2003

Gipfeltreffen mit 'Freund' Berlusconi: Bush verschärft Ton gegenüber Syrien und Iran

  • Berlusconi als "großer Freund und Partner im Kampf gegen den Terrorismus" gewürdigt

US-Präsident Bush hat seine Vorwürfe gegen Syrien und den Iran erneut verschärft. Beide Staaten würden terroristische Organisationen unterstützen und ihnen Unterschlupf gewähren, sagte Bush am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi im texanischen Crawford.

"Dieses Verhalten ist völlig inakzeptabel", fügte er hinzu. Staaten, die Terrorismus unterstützten, würden "zur Rechenschaft gezogen", betonte Bush.

Bush forderte zudem die Verbündeten der USA auf, den irakischen Wiederaufbau zu unterstützen. "Je höher die Beteiligung, desto besser", erklärte der US-Präsident. "Ein freier Irak ist entscheidend, um den Krieg gegen den Terror zu gewinnen." Bush dankte Italien für die Unterstützung im Irak-Krieg und bezeichnete Berlusconi als "guten Freund und starken Verbündeten".

Berlusconi sprach sich für eine Überwindung der in Folge des Irak- Kriegs entstandenen Spannungen zwischen den USA und europäischen Staaten aus. "Wir müssen eine Kultur der Einheit unterstützen und entwickeln, anstatt die Kultur der Teilung zu pflegen", sagte der italienische Regierungschef. "Egoismus, Narzissmus und Teilung dürfen nie die Oberhaupt gewinnen."

Eine neue Irak-Resolution der UNO ist nach Meinung von Bush nicht notwendig, damit sich möglichst viele Länder am Wiederaufbau des Landes beteiligen. Die USA seien der Meinung, dass die Resolution 1483 vom Mai "völlig angemessen sei", betonte Bush. Sie gebe anderen Staaten die Möglichkeit, "ihre eigene Entscheidung" über ein Engagement im Irak zu treffen.

Der US-Präsident schloss aber eine neue UNO-Resolution für den Wiederaufbau im Irak nicht aus. Die USA stünden in "engen Konsultationen" mit der UNO, sagte Bush. Je mehr "Leute" im Irak engagiert seien, "desto bester wird es uns gehen". (APA)

21.7.2003 08:12