Afrikadorf im Wiener Stadtpark bleibt bestehen
- Aktivitäten laufen wieder normal
- Freitag: Anti-Rassismus-Demo in Wien
·"Fall Cheibani"
Staatsanwalt will Namen nennen
Das Afrikadorf im Wiener Stadtpark existiert weiterhin. Ein Veranstalter des Kulturdorfes erklärte am Samstag zu Berichten über eine bevorstehende Schließung: "Das Afrikadorf besteht weiter, alle sind eingeladen". Nach dem ungeklärten Todesfall von Cheibani W. vor fast zwei Wochen seien allen Mitarbeiter traurig und bestützt, erläuterte Ahmed Elgoni der APA.
Das Dorf sei zwar offen gehalten worden, aber es wurde kein Programm geboten. Ab Samstag (26. Juli), "laufen die Aktivitäten wieder normal". Das Afrikadorf sei täglich von 9.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Geboten werden u.a. Trommel-Workshops für Kinder, ein Souvenirmarkt, Kunstausstellungen und Kulinarisches. Dazu gibt es wechselndes Abendprogramm.
Tod nach Polizeieinsatz
Der Mauretanier Cheibani W. war nach einem Einsatz von Polizei und Rettung, die gerufen worden waren, weil der 33-Jährige seinen Vorgesetzten im Afrikadorf angegriffen hatte, gestorben. Vier Sanitäter und ein Rettungsarzt wurden suspendiert. Das Büro für Interne Angelegenheiten des Innenministeriums und das Landesgericht Wien führen Vorerhebungen durch.
Großes Interesse an Afrikadorf nach Demo
"Es gibt eine Trauerzeit, aber die Stimmung geht in Richtung Normalität", sagte Elgoni. Nach einer Demonstration Freitag Abend in Wien, im Rahmen derer die Aufklärung des Todesfalls verlangt und gegen Rassismus protestiert worden war, seien "hunderte Leute aus Solidarität ins Afrikadorf gekommen". (apa)
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