BKA zeigt 4.000 Frühpensionierungsfälle an
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Zahlreiche Frühpensionierungen bei staatlichen oder teilweise staatlichen Betrieben haben nun ein Nachspiel: 4.000 frühere Beamte von ÖBB, Telekom, Post und Postbus AG, die in den Jahren 1998 bis 2002 krankheitsbedingt in Frühpension gegangen sind, sollen demnächst vom Staatsanwalt zu einer "Nachuntersuchung" geladen werden. Es bestehe der Verdacht auf illegale Praktiken.
Bei 4.000 der insgesamt 4.500 Frühpensionierungsakten, die eine 20-köpfige Sonderkommission des Bundeskriminalamts (BKA) untersucht hat, habe sich der Verdacht auf illegale Praktiken so weit erhärtet, dass die Fälle dem Staatsanwalt angezeigt wurden, schreibt die "Presse" . Das seien fast 90 Prozent aller krankheitsbedingten Frühpensionierungen.
Die Akten mit den Ermittlungsergebnissen umfassen rund 1.600 Ordner. Jetzt müsse der Staatsanwalt entscheiden, wie er gegen wen vorgeht - die betroffenen Frühpensionisten, deren Vorgesetzte und das Management von Post, Postbus, Telekom und ÖBB sowie gegen die Ärzte, die die angeblichen Krankheiten mit ihren "Gutachten" bestätigt haben.
Laut dem bisherigen Ermittlungsergebnis seien immer gewisse Vertrauensärzte im Spiel gewesen, die bei jedem Betroffenen die passende Krankheit attestiert hätten, die im jeweiligen Fall zur Frühpensionierung nötig war. Damit sei es "massenhaft" zu Personalabbau "auf Kosten der Steuerzahler" gekommen, schreibt die Zeitung. Bei der Post etwa sei das durchschnittliche Pensionsantrittsalter von 57,6 Jahren im Jahr 1999 auf nur noch 48,2 Jahre im März 2002 gesunken. (APA)
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