Dienstag, 22. Juli 2003

Erdbeben in Obersteiermark stärker als angenommen

  • Unzmarkt: Bebendienst registrierte leichte Gebäudeschäden

Ein Erdbeben, das am 21. Juli 2003 Teile der Obersteiermark erschütterte und auch in Kärnten und Oberösterreich noch zu spüren gewesen war, hat entgegen ersten Annahmen auch leichte Schäden an Gebäuden verursacht.

Nach endgültigen Auswertungen hatte das Erdbeben gegen 15.00 Uhr einen Magnitudenwert von 4,4 nach Richter erreicht. An einigen Häusern sind leichte Risse im Verputz bzw. in Kaminen entstanden.

Epizentrum lag in Unzmarkt
Das so genannte Epizentralgebiet befand sich im Gebiet von Unzmarkt (Bezirk Murau), wie der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien mitteilte. Rund 60 Meldungen über das Erdbeben seien eingegangen, "über Fax und über das Internet", so der Seismologe Gerald Duma zur APA.

Web-Schadensformular
Von dem Schadens-Formular auf der Homepage der ZAMG machen recht viele Leute Gebrauch, sagte der Seismologe. " Es ist unglaublich, wir bekommen oft schon Meldungen, obwohl die Medien die Nachricht über die Erdstöße noch nicht veröffentlicht haben", sagte Duma.

Erster Schadensgrad ab Stärke 6
Das Beben sei gerade unter jener Stärke gewesen, die bemerkbare Schäden verursache. Ab einer Stärke von 6 auf der zwölfteiligen "Europäischen Makroseismische Skala von 1998 spreche man "vom ersten Schadensgrad", so der Seismologe. (APA/red)

22.7.2003 14:15