Montag, 21. Juli 2003

Neue Spur zum Sex-Phantom: Er stahl Lebensmittel, entkam knapp!

  • Bauer bei Weitersfelden (OÖ) entdeckte den ungebetenen Gast und schlug Alarm

Er soll Anfang Juli ein neunjähriges Mädchen in Saalfelden vergewaltigt haben, wird seit zwei Wochen von bis zu 200 Gendarmen gesucht - in Salzburg, OÖ, Steiermark. Zuletzte vermuteten Fahnder, dass das Sex-Phantom bereits über die Grenze nach Tschechien geflüchtet ist. Doch in der Nacht auf Sonntag gab es eine neue Spur: In Weitersfelden (OÖ) brach ein Mann in einen Bauernhof ein und bediente sich aus dem Kühlschrank bedient - er entkam mit gestohlenen Lebensmitteln.

Der Mann dürfte sich seit vergangenem Freitag in den dichten Wäldern des oberen Mühlviertels versteckt halten. In der Nacht auf Montag war ein Unbekannter in einen Bauernhof in Weitersfelden (Bez. Freistadt) eingedrungen und hatte sich mit Lebensmittel eingedeckt. Bei dem nächtlichen Kühlschrankdieb handle es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um den gesuchten Triebtäter, erklärte Oberösterreichs Sicherheitschef Lißl gegenüber der APA.

Der Bauer des Hofes bemerkte Sonntag gegen 22.00 Uhr den ungebeten Besuch und verständigte umgehend die Gendarmerie. Trotz einer sofortigen Suchaktion mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften und einem zusätzlichen Einsatz von Wärmebildkameras sei es dem mutmaßlichen Vergewaltiger wieder gelungen, durch das "feinmaschige Fahndungsnetz" zu schlüpfen.

Bei dem Flüchtigen handelt es sich um den 29-jährigen Andrei Moisei alias Andrei Tataru. Gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor, er wird steckbrieflich wegen schweren Raubes gesucht und soll nach Moldawien ausgeliefert werden. Sein DNA-Profil ist in der Schweiz bekannt. In Österreich wird er der Vergewaltigung einer Neunjährigen Anfang Juli in Saalfelden im Land Salzburg sowie zahlreicher Einbrüche verdächtigt.

Lißl bezeichnete den gesuchten Mann als "sehr schlau". Er bewege sich von Waldstück zu Waldstück und nütze die topographischen Gegebenheiten aus. Das Suchgebiet im Mühlviertel sei weitläufig und uneinsichtig, der Einsatz von Wärmebildkameras sei nicht überall sinnvoll. (APA/red)

21.7.2003 10:34