Jeder dritte Österreicher ist für Punkteführerschein
- Nur 18% der Befragten sind strikt dagegen
34 Prozent der Österreicher würden die Einführung des Punkteführerscheins begrüßen. Das ergab eine österreichweit durchgeführte Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes. Strikt dagegen sind lediglich 18 Prozent, 48 Prozent haben zu dem Thema keine Meinung.
Konkret wurden 620 Österreicher gefragt, ob der Punkteführerschein nach deutschem Vorbild eine Wende in der Verkehrssicherheitspolitik bringen würde. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) sind der Ansicht, dass in erster Linie menschliches Versagen die Ursache von Verkehrsunfällen darstellt, nur 20 Prozent glauben an technische Probleme, der Rest (28 Prozent) macht beide Faktoren gemeinsam verantwortlich. Folgerichtig sind daher auch 54 Prozent der Ansicht, dass zur Verbesserung der Unfallstatistik in erster Linie eine Sensibilisierung der Menschen notwendig sei.
Maßnahmen der Politik
Abgefragt wurde weiters, ob die bisher von der Politik getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wie Nachschulungen oder Phasenführerschein ausreichend seien. 49 Prozent verneinten diese Frage, lediglich 22 Prozent halten die Maßnahmen für ausreichend.
Individuelle Nachschulungsangebote
In einer so genannten offenen Frage an 37 Experten versuchte das Humaninstitut zudem zu eruieren, welche Aktionen und Angebote realisiert werden müssten, um die Situation auf Österreichs Straßen deutlich zu verbessern. 84 Prozent sprachen sich für individuelle Nachschulungsangebote, die freie Wahl aus Alternativen vom Einzel- über Gruppencoaching bis zur Individualtherapie aus. 77 Prozent fordern nachvollziehbare Information über Ursachen, Reaktionstypen und Konsequenzen von Verkehrsunfällen. Eine Bewusstseinskampagne zur Mobilität wurde von 60 Prozent der interviewten Experten vorgeschlagen. (apa)
