PeopleSoft bietet J.D.-Edwards-Aktionären 1,8 Mrd. $
- Übernahme-Saga nähert sich dem Höhepunkt
- Angebot läuft heute um Mitternacht aus
Der US-Softwarehersteller PeopleSoft hat die Konditionen für die geplante freundliche Übernahme des kleineren Konkurrenten J.D. Edwards im Volumen von 1,8 Mrd. Dollar (1,62 Mrd. Euro) festgelegt.
Das bereits vor Wochen angekündigte Angebot läuft am heute um Mitternacht aus. Ein Zusammenschluss von PeopleSoft und J.D. Edwards würde Konkurrent Oracle den zweiten Platz am Markt für betriebswirtschaftliche Software hinter der deutschen SAP streitig machen. Oracle hat seinerseits den PeopleSoft-Aktionären ein feindliches Übernahme-Angebot im Wert von 6,3 Mrd. Dollar unterbreitet, das das PeopleSoft-Führungsgremium aber aus kartellrechtlichen Bedenken bereits mehrmals abgelehnt hat.
Weg frei für eine Übernahme
Die US-Kartellbehörde hat nach früheren PeopleSoft-Angaben bereits den Weg für die freundliche Übernahme von J.D. Edwards durch PeopleSoft freigemacht. Durch dieses Votum können sich die beiden Unternehmen nach Ablauf der Übernahmefrist zusammenschließen. Oracle hatte daraufhin seinen Willen zur Übernahme von PeopleSoft bekräftigt und die Frist zur Annahme des Angebots um rund vier Wochen bis Mitte August verlängert.
Als Nutznießer der Übernahmeschlacht sehen viele Analysten SAP, da sich viele Kunden aus Unsicherheit dem Walldorfer Konzern zuwenden könnten. (apa/red)
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