EU-Kommission sagt E-Mail-Müll den Kampf an
- EU-Richtlinie muss bis Ende Oktober umgesetzt werden
- 2002: 2,5 Mrd. Euro Schaden durch Spam
·Spam-Attacke
Die besten Tricks gegen E-Müll
·Spam-Attacke
So werden E-Mail-Adressen gekrallt
·Stichwort Spam
Unerwünschte und nervige E-Mails
Europa sagt dem rasant wachsenden E-Mail-Müll den Kampf an. Bis Ende Oktober müssen die EU-Staaten eine Richtlinie umsetzen, die das unaufgeforderte Versenden elektronischer Werbe-Post beispielsweise für Pornografie und Finanzdienstleistungen verbietet. Daran erinnerte der für die Informationsgesellschaft zuständige EU- Kommissar Erkki Liikanen.
Er kündigte zugleich für den Herbst weitere Maßnahmen an, mit denen der Mail-Müll, auch Spam genannt, aus elektronischen Briefkästen rausgehalten werden soll. Die Kommission geht davon aus, dass bis Ende des Sommers etwa die Hälfte aller versendeten E-Mails Spam ist.
2002: 2,5 Mrd. € Schaden
Für Unternehmen in der EU berechneten Experten im vergangenen Jahr Produktivitätsverluste im Wert von 2,5 Milliarden Euro. "Die Bekämpfung des Spammings geht uns alle an und ist mittlerweile zu einem Hauptaspekt des Internets geworden", sagte Liikanen. "Dabei müssen wir an vielen Fronten kämpfen. EU, Mitgliedstaaten, Industrie und Verbraucher müssen sich ausnahmslos für den Feldzug gegen Spamming auf nationaler wie auf internationaler Ebene engagieren."
Weltweite Angleichung der Gesetze
Liikanen sagte, entscheidend für einen internationalen Erfolg sei, dass die Gesetze gegen Spam weltweit möglichst angeglichen werden. Die EU hatte die Richtlinie schon im Juli 2002 erlassen. "Mit einer begrenzten Ausnahme, die bestehende Kundenbeziehungen betrifft, ist Marketing per E-Mail nur mit vorheriger Einwilligung der Teilnehmer zulässig", erläutert die Kommission das Gesetz. (apa)
