Das violette Stehaufmännchen
- „Ich will in Österreich noch einen Titel für Salzburg holen!“
Heimo Pfeifenberger. Im reifen Alter von 36 schaffte er im Vorjahr das Sensations-Comeback. Jetzt will er mit Salzburg um den Titel mitfighten.
Angesichts der Krankenakte ist es fast ein Wunder, dass der Mann noch gehen kann: Zwei Leistenoperationen, eine Meniskusoperation, einen Eingriff an der Achillessehne sowie je eine Arthroskopie und Operation am Sprunggelenk hat Heimo Pfeifenberger, 36, im Laufe seiner Karriere schon über sich ergehen lassen müssen. Da muten vier Seitenbandeinrisse nahe-zu als Bagatelle an. Und nach der Sprunggelenksverletzung, die den Salzburger Anfang 2002 aus der Bahn geworfen hatte, setzte kaum einer einen müden Cent aufs Comeback. Auch er selbst nicht.
Comeback. Umso erstaunlicher, was sich im Frühjahr 2003 zugetragen hat: Pfeifenberger, in alter Vereinsverbundenheit schon zum Kotrainer der Salzburger bestellt, suchte noch einmal die Herausforderung. Und gilt heute als Hauptdarsteller jenes Sensationsfilms, der den Violetten Platz drei in der letzten Meisterschaft und einen Fix-Platz im Uefa-Cup beschert hat. Dank des letzten verbliebenen Publikumslieblings aus glorreichen Salzburger Tagen (Uefa-Cup-Finalist ’94 gegen Inter Mailand) ist auch wieder die Euphorie von damals ins Stadion zurückgekehrt. Im Gegensatz zu anderen verzieh man dem Frauenliebling, aber beständigen wie bekennenden Familienmenschen (verheiratet mit Gisa, drei Kinder) selbst seine „Fremdgänge“ zu Rapid und Bremen. Jetzt bleibt für die Fans nur zu hoffen, dass die Gesundheit der Karriere ihres stürmischen Helden kein weiteres Schnippchen schlägt.
(Ursula Macher)
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