Augarten hofft auf Fortführung - Produktion läuft noch
- Herstellungskosten deutlich über internationalem Schnitt
- Keine Rettung: Noch kein konkretes Übernahmeangebot
"Es wird alles darangesetzt, vom Masseverwalter die Genehmigung zur Fortführung der Wiener Porzellanmanufaktur zu erreichen", betonte am Donnerstag Augarten-Geschäftsführer Martin Plattner einen Tag nach der Konkurseröffnung bei einer Pressekonferenz. Derzeit werde weiter gearbeitet, die Produktion stehe bis dato nicht still. Die Entscheidung über eine Fortführung liege aber beim Masseverwalter (Johannes Jaksch).
Nur wenn man weiter produzieren könne, bestehe die Chance, die 1718 gegründete Manufaktur an Investoren zu verkaufen, die mit einem neuen Konzept den Fortbestand des Unternehmens sichern. Ein konkretes Übernahmeangebot liege derzeit nicht vor, betonte Plattner. Er gehe davon aus, dass es seriöse Interessenten geben werde, die ein seriöses Offert vorlegen werden. Dann werde es aber auch solche geben, die das Unternehmen nur filetieren wollen.
Wie berichtet hat Ex-Palmers Managerin Astrid Gilhofer Interesse an der Marke angemeldet, aber auch das Konsortium um die Brüder Hanno und Erwin Soravia und der Florentiner Porzellanerzeuger Ginori sollen noch im Rennen sein. Die Verkaufs-Verhandlungen zwischen dem Augarten-Mehrheitseigetümer, der der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) nahestehenden B&C-Holding, und den Brüdern Soravia seien sehr ernsthaft geführt worden, betonte Plattner. Gespießt habe es sich am Verhalten der Banken.
In den vergangenen acht Jahren wurden die kumulierten Verluste von Augarten wiederholt mit Zuschüssen von den beiden Gesellschaftern (B&C Holding 82 Prozent und Wiener Städtische 18 Prozent) in Höhe von 18 Mio. Euro abgedeckt. Eine Rückführung sei aber aus dem laufenden Geschäft ausgeschlossen, führte Plattner aus.
(apa, red)
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