Pleitenserie im US-Energiesektor geht weiter: Mirant insolvent
- Größte Pleite seit WorldCom-Debakel
Im amerikanischen Energiesektor ist kein Ende der Jahre langen Pleiten-Serie abzusehen. Mit dem US-Energieriesen Mirant muss ein weiteres Schwergewicht nach Enron vor den Insolvenzrichter treten.
Das "Verfahren nach Kapitel 11" des US-Insolvenzrechtes ermöglicht eine Weiterführung der Geschäfte.
Es betrifft Mirant (Atlanta) selbst, die Mirant Americas Generation LLC und praktisch alle hundertprozentigen US-Töchter. Mirant will auch für einige kanadische Töchter Gläubigerschutz beantragen. Die Operationen in den Philippinen und in der Karibik seien ausgenommen.
Aber: Die weltweiten Geschäfte werden ohne Unterbrechung weiter laufen, versicherte das Unternehmen.
Auf der Mirant-Gläubigerliste stehen auch mehrere europäische Geldhäuser. Für sie war der Insolvenzantrag aber keine Überraschung; besondere Maßnahmen sind also nicht nötig.
Die Mirant-Insolvenz ist die größte seit dem WorldCom-Debakel im vorigen Jahr. Der US-Energiehändler Enron hatte zuvor im Dezember 2001 eine Serie von Insolvenzverfahren großer US-Energiefirmen eingeleitet.
Der Wirtschaftsnachrichtenagentur "Bloomberg" zufolge ist Mirant nach der National Energy Group der PG&E Corp., sowie der NRG Energy, einer Sparte der Xcel Energy, der dritte Energieproduzent, der ein Insolvenzverfahren beantragt habe.
Mirant produziert und verkauft Strom in Nordamerika, der Karibik und den Philippinen. Die Gesellschaft besitzt oder kontrolliert Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 22.000 Megawatt.
(apa, red)
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