Dienstag, 15. Juli 2003

Finanz-Minus bei Augarten: 140 Mitarbeiter kriegen keine Löhne und Urlaubsgehälter

  • Alle Hoffnungen auf bessere Verkaufszahlen wurden enttäuscht

Die Finanz-Lage ist dramatisch! Augarten konnte den rund 140 Mitarbeitern im Juni die Löhne und Urlaubsgehälter nicht bezahlen. Alle Hoffnungen auf bessere Verkaufszahlen wurden enttäuscht: Im Jahr 2001 setzte Augarten 9,2 Mio. Euro um und fuhr 1,8 Mio. Euro Verlust ein. 2002 dürfte der Verlust sogar noch darüber gelegen sein. Erwartet wurde ein Umsatz von 12 bis 13 Mio. Euro.

Keine Juni-Gehälter für 140 Mitarbeiter
Das 285 Jahre alte Unternehmen hatte die Zahlung der Juni-Löhne und der Urlaubsgehälter für die rund 140 Mitarbeiter eingestellt. Zuletzt hat es vor Weihnachten noch Kündigungen gegeben.

Verkaufsverhandlungen mit den Brüdern Hanno und Erwin Soravia und dem Florentiner Unternehmen Ginori sind, wie berichtet, gescheitert. Vor allem die Kreditverbindlichkeiten in der Höhe von 5,7 Mio. Euro hätten sich zuletzt in den Verkaufsverhandlungen als Hindernis erwiesen, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse".

Die Schieflage der Porzellanmanufaktur war lange ein offenes Geheimnis. Immer wieder wurde versucht, den Betrieb mit Sitz mitten im Wiener Augarten zu rationalisieren. Neue Produkte wie Schmuck wurden eingeführt, erwiesen sich aber nicht als der gewünschte Erfolg. (apa)

15.7.2003 13:55