Austro-Tourismus: Sommersaison mit 1,4% Nächtigungsplus
- Trotz Konjunkturschwäche 61,1 Mio. Übernachtungen
- Zweistellige Zuwächse bei Gästen aus Osteuropa
Der österreichische Tourismus hat in der Ende Oktober abgelaufenen Sommersaison 2003 trotz Konjunkturschwäche und ungünstiger deutscher Ferienreise-Verordnung ein Nächtigungsplus von 1,4 Prozent auf 61,1 Mio. Übernachtungen erzielt. Damit hat der Sommertourismus nach jahrelangen Rückgängen das zweite Jahr in Folge wieder Zuwächse verbucht.
"Mit dem Sorgenkind Sommertourismus geht es wieder aufwärts", so der Tourismusexperte der Statistik Austria, Peter Laimer. Das Plus sei vor allem auf das gute Wetter und den um 2,5 Prozent gestiegenen Inlandstourismus zurückzuführen, erläuterte Laimer. Die Zahl der Ankünfte stieg insgesamt um 3,4 Prozent auf 15,3 Millionen. Aus dem Ausland nächtigten um 1 Prozent mehr Gäste.
Die Zahl der Urlauber aus Deutschland - mit 43 Prozent aller Nächtigungen das stärkste Herkunftsland - ging um 0,6 Prozent zurück, der Rückgang war damit geringer als erwartet. Wider Erwarten hatten die deutsche Ferienreisezeitverordnung, die eine Konzentration der Ferien auf den Monat August brachte, und die anhaltende Konjunkturschwäche in Deutschland "kaum einen Einfluss" auf den österreichischen Sommertourismus, stellte Laimer fest.
Zuwächse wurden im Sommer bei Gästen aus den Niederlanden (plus 7,9 Prozent), der Schweiz (plus 8,3 Prozent) und Italien (plus 9,9 Prozent) verzeichnet. Bei Gästen aus den USA wurde weiterhin ein Rückgang - um 9 Prozent - verbucht. Starke - zweistellige - Zuwächse würden auch bei Gästen aus Osteuropa verzeichnet - allerdings noch auf niedrigem Niveau.
Zugelegt hat im Sommer 2003 auch der Städtetourismus. Besonders starke Zuwächse verzeichnete Graz als Kulturhauptstadt 2003 mit einem Plus von 23,1 Prozent, aber auch Wien legte um 4,5 Prozent zu. (APA)
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