Montag, 14. Juli 2003

Konjunkturflaute in Österreich hält weiterhin an

  • Prognose der OeNB: Leichte Beschleunigung im 3. Quartal
  • EZB lässt Leitzinsen unverändert bei 2 Prozent

In Österreichs Wirtschaft wird sich die Wachstumsschwäche der letzten beiden Jahre auch über den Sommer fortsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt die Oesterreichische Nationalbank in ihrer neuesten Konjunkturprognose. Der aktuelle OeNB-Konjunktur-Indikator lasse für das dritte Quartal 2003 nur eine leichte Beschleunigung des Wachstum der österreichischen Wirtschaft erwarten.

"Das Wirtschaftswachstum stagniert auf niedrigem Niveau. Erste Anzeichen für eine moderate Erholung der Konjunktur müssen sich in den nächsten Monaten erst bestätigen", so die OeNB weiter.

Der neue Konjunkturindikator der OeNB lässt ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 Prozent im zweiten und 0,3 Prozent im dritten Quartal 2003 (saisonbereinigt, jeweils im Vergleich zum Vorquartal) erwarten. Gegenüber den entsprechenden Vorjahresquartalen beträgt das Wachstum damit 0,7 bzw. 0,9 Prozent.

Die meisten in- und ausländischen Vertrauensindikatoren waren in den vergangenen Monaten durch eine Seitwärtsbewegung charakterisiert, für die OeNB ein Spiegelbild der großen Unsicherheit über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Einzelne Indikatoren, wie der ifo-Index in Deutschland oder der Vertrauensindikator der Bauwirtschaft in Österreich, hätten sich zuletzt aber etwas verbessert und geben - ebenso wie die Erholung der Aktienkurse - Anlass zu vorsichtigem Optimismus.
(APA)

14.7.2003 08:17