Samstag, 19. Juli 2003

"Local hero" David Coulthard in Silverstone unter Druck

  • "Ein gutes Ergebnis hier, und alles wendet sich zum Besseren"
  • McLaren: Gerüchte über ein Engagement von Montoya?

Nach einer bisher ziemlich verpatzten WM-Saison (Platz sieben) steht "Local hero" David Coulthard am Sonntag beim Formel-1-Heim-Grand-Prix in Silverstone unter Druck. Auf den Schotten von McLaren-Mercedes lasten die Erwartungen der britischen Fans, Medien und Organisatoren, dass am Sonntag (14:00 Uhr) nach 1998 und 1999 (jeweils Coulthard) wieder ein Brite in Silverstone triumphiert. Denn die drei weiteren Briten im Feld - Jenson Button (BAR-Honda), Ralph Firman (Jordan) und Justin Wilson (Minardi) - gelten nur als krasse Außenseiter.

Auch für Coulthard selbst wäre ein Sieg wichtiger denn je. Ein Erfolg in Silverstone würde seiner durchwachsenen Saison wieder ein wenig Glanz verleihen. "Ein gutes Ergebnis hier, und alles wendet sich zum Besseren", hofft der 32-Jährige.

Coulthard fährt seit Jahren seinem WM-Traum hinterher. Doch die zehnte Saison in der Motorsport-Eliteklasse des Vize-Weltmeisters 2001 ist eine seiner schwierigsten. "Dinge haben nicht funktioniert, aus welchen Gründen auch immer. Ich hätte zu Beginn der Saison zwei Siege hintereinander haben können, hatte dann aber Pech", gestand der der 13-fache Grand-Prix-Sieger.

Nach Auftaktsieg ging es bergab
Nach seinem Sieg zum Auftakt in Australien (9. März) lief bei Coulthard nicht mehr viel zusammen. In Malaysia fiel er schon nach zwei Runden aus. Auch in drei weiteren der folgenden acht Rennen musste er seinen Wagen aus technischen Gründen oder eigenen Fehlern vorzeitig abstellen. In den anderen fünf WM-Läufen verpasste er jedes Mal einen Podiumsplatz.

Nach Silverstone ist Coulthard als WM-Siebenter gekommen. Zu wenig für einen, der sich selbst immer die Weltmeisterschaft zugetraut hat, aber nun weiter denn je vom Titel entfernt ist. Sein neun Jahre jüngerer Teamkollege Kimi Räikkönen ist hingegen mittlerweile als WM-Zweiter zum Herausforderer von Weltmeister Michael Schumacher geworden.

Gerüchte über Engagement von Montoya
Gerüchte, nach denen McLaren-Chef Ron Dennis bereits mit Williams-BMW-Pilot Juan Pablo Montoya über ein Engagement ab 2005 angefragt haben soll, haben sich bisher als wenig stichhaltig erwiesen. Der mächtige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone riet aber Coulthard, McLaren-Mercedes zu verlassen: "Vielleicht wäre ein Wechsel ganz gut für ihn. Denn er fühlt sich bei McLaren zu angenehm. Vielleicht würde ihn das wachrütteln." (apa/red)

19.7.2003 13:54
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