Das Kreuz mit dem Band in der deutschen Bundesliga
- Evanilson und Frings sind die nächsten Opfer
- Stark lädierte Schalker im Verletzungspech
Selten war die Zahl der schwer verletzten Fußballprofis vor Saisonbeginn so groß wie in der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Spielzeit in Deutschland. Borussia Dortmund traf es zuletzt doppelt hart: In der Liga-Pokal-Ouvertüre am Mittwoch zogen sich der Brasilianer Evanilson und Torsten Frings Kreuzbandrisse zu und stehen ihrem Team in diesem Jahr wohl nicht mehr zur Verfügung. Die beiden BVB-Stars sind die jüngsten Opfer einer "schwarzen Serie" von Langzeitverletzungen, die die Kritik von Trainern an dem prall gefüllten Terminkalender immer lauter werden lässt.
"Ich habe eine solche Fehlplanung in all den Jahren weder als Spieler noch als Trainer erlebt", schimpft Ewald Lienen, Chefcoach von Borussia Mönchengladbach. Bis 11. Juni standen EM-Qualifikationsspiele auf dem Programm, und dann gab es noch den Confederations Cup, "der so überflüssig wie sonst was ist". Da die 41. Spielzeit der Eliteliga bereits am 1. August beginnt, bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen. "Darauf, dass die Spieler kaum Urlaub haben, nimmt überhaupt keiner Rücksicht", sagt Lienen.
Schalke im Verletzungspech
Besonders stark betroffen ist auch der FC Schalke 04. Jörg Böhme (Kreuzbandriss), Niels Oude Kamphuis (Adduktorenabriss), Marco van Hoogdalem (Hüfte) und Kristijan Djordjevic (Wirbelsäule) sind vorerst aus dem Verkehr gezogen. Schalkes neuer Coach Jupp Heynckes will die Verletzungshäufigkeit gezielt mit Spezialtraining für anfällige, angeschlagene oder im Genesungsprozess befindliche Spieler eindämmen. Kaum einer der 18 Bundesligisten ist von langen Spieler-Ausfällen verschont geblieben. (apa/red)
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