Freitag, 18. Juli 2003

Erstes Gold für Ian Thorpe bei der Schwimm-WM

  • VÖS-Quartett schon in Vorläufen out
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Superstar Ian Thorpe wird bei den Schwimm- Weltmeisterschaften in Barcelona die angestrebten sieben Gold- Medaillen nicht erreichen. Zwar entschied der Australier am Sonntag im ersten Endlauf der Titelkämpfe die 400 m Kraul souverän für sich, wurde mit der 4x100-m-Kraul-Staffel aber nur Vierter. Der Sieg ging an Russland in Europarekordzeit. Österreichs Asse waren schon in den Vorläufen gescheitert.

Thorpe gestaltete die Einzel-Entscheidung in dem mit knapp 10.000 Zuschauern besuchten Palau Sant Jordi überlegen. Auf den ersten 200 m ließ der 20-Jährige seinen Landsmann Grant Hackett noch mitziehen, dann setzte sich der sechsfache Titelverteidiger aber ab. Thorpe begnügte sich in seinem neuen Schwimm-Anzug mit 3:42,58 Minuten, womit er exakt 2,5 Sekunden über seinem Weltrekord blieb.

Der dreifache Olympiasieger von Sydney 2000 war sich bewusst, dass nun noch viel Arbeit auf ihn wartet: "Es wird noch eine lange WM. Mit meinem Rennen bin ich sehr zufrieden. Meine Trainerin hat gesagt, ich soll mich auf das Schwimm-ABC konzentrieren und das Rennen kontrollieren. Das hat gut funktioniert." Hackett steckte die Niederlage im Prestige-Duell schnell weg. "Gold und Silber für Australien in einem Rennen ist ein großes Ding." Bronze ging überraschend an den Rumänen Dragos Coman.

In der Staffel ging Thorpe als Schlussmann des australischen Quartetts nur als Fünfter ins Rennen, auf die drittplatzierten Franzosen fehlte schließlich eine Hundertstel. Die Russen siegten in 3:14,06 Minuten und verdanken den Erfolg vor allem Routinier Alexander Popow. Die USA wurden Zweite. Die US-Damen siegten in 3:38,09.

Das 400-m-Kraul-Finale der Damen ging an die Deutsche Hannah Stockbauer, die mit ihren 4:06,75 einen ganz besonderen Grundstein setzte, denn ihre Gold-Strecken von Fukuoka 2001 kommen mit den 800 und 1.500 m Kraul noch.

ÖSV-Asse schon in den Vorläufen out
Österreichs Schwimmer sind in der ersten Abend-Session der Weltmeisterschaften in Barcelona nicht vertreten. Fabienne Nadarajah und Petra Zahrl über 100 m Delfin, Mirna Jukic über 200 m Lagen und Maxim Podoprigora über 100 m Brust kamen in den Vorläufen am Sonntag nicht an die Semifinal-Zeiten heran.

Niemand aus dem VÖS-Quartett kam unter die Top 20, die Top 16 kamen weiter. Die Auftakt-Bewerbe dienten für das österreichische Kleeblatt aber eher zum Einschwimmen und als Test für die jeweiligen Spezial-Strecken. (apa/red)

18.7.2003 10:56