Roland Garber nach Sturz für Bahn-WM fraglich
- Wiener erlitt Prellungen und Schürfwunden am ganzen Körper
- Jetzt eventuell nur WM-Start im Madison
Bahnradfahrer Roland Garber hat sich am Mittwochabend bei einem Sturz im Punkterennen im Rahmen des Omnium-Bewerbs in Prostejov (Tschechien) schwere Prellungen und großflächige Schürfwunden am ganzen Körper zugezogen. Sein Start bei den Weltmeisterschaften ab 30. Juli in Stuttgart ist momentan fraglich und hängt vom Heilungsverlauf ab. "Jetzt würde ich sagen, es geht sich nicht aus, aber in einer Woche kann alles anders ausschauen. Aber natürlich kann ich mein Vorbereitungsprogramm nicht wie geplant durchziehen", erklärte der 30-Jährige.
Garber war beim Versuch, seinen vor ihm unverschuldet zu Sturz gekommenen Landsmann Clemens Selzer zu überspringen, nach einem Salto auf die Bahn geknallt. "Ich bin bei Clemens hängen geblieben, ich hab' mir schon gedacht, dass sich das nicht ausgeht. Mir tut alles weh, den rechten Fuß kann ich nicht belasten, ich hatte noch nie solche Prellungen. Für eine Viertelumdrehung im Bett brauche ich eine halbe Minute", berichtete Garber, der am Mittwochabend noch in Tschechien zum Röntgen gefahren ist. Zum Glück wurde kein Bruch festgestellt.
Nur Start im Madison
"Eventuell verzichte ich auf einen WM-Start im Scratch am 30. Juli und fahre nur das Madison mit Franz Stocher am 3. August, dann habe ich noch ein paar Tage mehr Zeit und bin hundertprozentig fit."
Für den Scatchbewerb hätte sich der Gesamt-Weltcupsieger in dieser Disziplin zwar einiges ausgerechnet ("Das ist ein Jolly-Joker-Bewerb, da stehen die Chancen 50:50, da kann jeder was reißen"), im Madison "haben wir aber die größeren Chancen." Im Vorjahr in Kopenhagen hatte es mit Franz Stocher immerhin zur Silbermedaille gereicht.
Für den Fall, dass Garber auf das Scratch-Rennen verzichtet, könnte der junge Wiener Andrew Bradley eventuell zu einem WM-Einsatz kommen. Im Punkterennen ist Franz Stocher am Start. (apa/red)
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