US-Jungstar Phelps will den "Thorpedo" entschärfen
- Thorpe geht mit neuem Ganzkörperanzug ins Wasser
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Österreich greift nach 1. WM-Gold
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Reiff & Richter im Vorkampf out
Das Duell der Giganten Australien gegen die USA findet bei den am Sonntag beginnenden Schwimm-Weltmeisterschaften in Barcelona seine Fortsetzung. Vor zwei Jahren in Fukuoka hatten die Australier die Nase vorne, bei den achten Titelkämpfen 1998 in Perth waren die Amerikaner besser. Die US-Truppe hat in Katalonien gute Chancen, die Vorherrschaft zurückzuholen. Dabei steht der Zweikampf von US-Jungstar Michael Phelps gegen Australiens Superstar Ian Thorpe im Mittelpunkt.
Thorpe könnte seine sechsfache Gold-Ausbeute von vor zwei Jahren diesmal sogar übertreffen, neben den 100, 200 und 400 m Kraul sowie drei Staffel-Einsätzen hat der 20-Jährige erstmals auch die 200 m Lagen in seinem Programm.
Auf dieser Strecke wird es auch zum direkten Duell mit Phelps kommen.Der 18-Jährige Amerikaner hält mittlerweile die Weltrekorde über 200 und 400 m Lagen sowie 200 m Delfin, auf dieser Strecke ist er auch Titelverteidiger. Über 100 m Delfin führt Phelps zudem die Weltrangliste an. Die 200 m Rücken lässt der Allrounder trotz sehr guter Saison-Ergebnisse aus, womit der Wiener Markus Rogan auf seiner Paradestrecke einen starken Gegner weniger hat.
Thorpe mit neuem Ganzkörperanzug
Ein neuer "JETCONCEPT"-Ganzkörperanzug soll Thorpe im Wasser helfen. Unter Verwendung speziell entwickelter Rippen, so genannter "riblets", erzeugt den Ganzkörperanzug ein Strömungsverhalten, ähnlich einem Flugzeug in der Luft.
Die den Rillen am Rumpf und auf den Flügeln eines Flugzeugs nachempfundenen Rippenstrukturen erstrecken sich vom Unterarm bis zum unteren Rücken des Athleten, wodurch die Wasserströmung besser über den Rücken geführt wird. Dies reduziert den aktiven Strömungswiderstand und verringert Wirbelströmungen. Das Ergebnis ist eine um bis zu drei Prozent verbesserte Schwimmleistung.
Starke Teilnehmer in den anderen Bewerben
Die Gefolgschaft von Thorpe und Phelps ist nicht ohne. Bei den Australiern ist Grant Hackett über 800 und 1.500 m Kraul klar zu favorisieren, Matt Welsh und Geoff Huegill als Titelverteidiger über 100 m Rücken bzw. 50 m Delfin gehen auf ein Da Capo los. In der US- Equipe wird vor allem auch auf die Rücken-Asse Aaron Peirsol und Nathalie Couglin gesetzt.
Ewiger Zweiter will Gold holen
Doch die restliche Konkurrenz schläft nicht und will auch ein saftiges Stück vom Medaillen-Kuchen. So strebt Pieter van den Hoogenband gegen die Weltelite wieder einmal Gold an, nachdem es in Fukuoka "nur" zu vier Mal Silber gereicht hat.
Spitzenplätze kann man auch von den Deutschen und Schweden erwarten. Das Abschneiden der Chinesen ist wie oft kaum zu prognostizieren, da sich die Athleten aus dem "Reich der Mitte" in der Vorbereitung nicht in die Karten schauen lassen. (apa/red)
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