Dienstag, 15. Juli 2003

Österreich auch 2004 in der Fed-Cup-Weltgruppe

  • ÖTV-Spielerinnen siegten gegen Kanada mit 4:1
  • Tennis-Damen weiter unter besten 16 Nationen der Welt

Österreichs Tennis-Damen sind auch 2004 in der Fed-Cup-Weltgruppe vertreten. Barbara Schett besiegte am Sonntag im ersten Match des Tages in Neudörfl Maureen Drake 7:5,2:6,6:1, Patricia Wartusch blieb anschließend gegen Marie-Eve Pelletier 6:7 (3),6:3,6:3 siegreich. Nur das abschließende Doppel ging in zwei Sätzen glatt verloren. Die ÖTV-Damen gewannen das Relegationsduell damit gegen Kanada mit 4:1.

Nach 1:44 Stunden war der Klassenerhalt unter den besten 16 Nationen der Welt perfekt. Bereits am Samstag hatten Schett und Patricia Wartusch mit zwei Siegen für eine komfortable Führung gesorgt. Die Auslosung der Weltgruppe 2004 erfolgt im November im Rahmen der Finalrunde.

Schett, die Nummer 54 der WTA-Weltrangliste, musste am Sonntag gegen Drake (124) wie am Vortag gegen Marie-Eve Pelletier über drei Sätze gehen. Im entscheidenden dritten Durchgang lag die Tirolerin mit 3:0 voran und kassierte im vierten Game, nachdem es bereits acht Mal Einstand gegeben und sich Drake den Vorteil gesichert hatte, wegen Schlägerwerfens eine Verwarnung. Anschließend gab sie zwar dieses Game ab, spielte in Folge das Match aber sicher nach Hause und verwertete den zweiten Matchball.

Patricia Wartusch brachte das ÖTV-Team am Samstag vor 1.000 Zuschauern mit einem 6:3, 6:7(3), 6:2-Sieg gegen die kanadische Nummer eins Maureen Drake mit 1:0 in Führung, Barbara Schett erhöhte im Anschluss mit einem 3:6, 6:2, 6:4 gegen Marie-Eve Pelletier auf 2:0.

Wartusch hatte gegen die schwer fehlerhafte Drake, im WTA Ranking als Nummer 124 zehn Plätze vor der Österreicherin platziert, in einem Match auf extrem schwachen Niveau länger zu tun, als ihr lieb war. "Ich hätte schon lieber 6:3,6:3 gewonnen. Aber wichtig ist, dass wir in Führung gegangen sind", erklärte Wartusch nach dem 2:01-Stunden-Match.

Auch ohne gutes Tennis siegreich
Wartusch machte im ersten Satz entscheidende Breaks zum 3:1 und 5:1, ehe sie nach dem Rebreak zum 6:3 ausservierte. Im zweiten vergab die 24-Jährige beim Stand von 6:5 einen Matchball und verlor das Tiebreak mit 3:7. Im dritten Durchgang, der mit drei Serviceverlusten begann, ließ sie sich bei 1:2-Rückstand am rechten Oberschenkel behandeln, danach machte die kanadische Nummer eins kein Game mehr. "Das Positive ist, dass ich, auch wenn ich nicht gut Tennis spiele, gewinnen kann", so Wartusch.

Schett benötigte drei Sätze
Schett musste gegen die 21-jährige Pelletier, Nummer 143 der Welt, ebenfalls über drei Sätze gehen und verwandelte nach 1:52 Stunden den dritten Matchball. "Ich habe mir schon gedacht, dass es glatter ausgeht. Ich war überrascht, wie sie teilweise gespielt hat", meinte Schett, die die Grippe überstanden hat, aber noch nicht hundertprozentig fit ist. "Ich habe gemerkt, dass mir das Training fehlt, die Sicherheit ist mir teilweise abgegangen. Ich habe mich auf dem Platz von Beginn an nicht wohl gefühlt."

Vom ersten Match hat sie sich wegen der Hitze nur ein paar Games angeschaut, Drake müsste für die Nummer 54 der Welt am Sonntag aber normalerweise leichte Beute sein. "Drake ist zu schlagen, Patricia hat es gezeigt. Aber für mich ist gar nichts leicht momentan. Am Sonntag habe ich auf jeden Fall die bessere Ausgangsposition, ich gehe mit einem 2:0 auf den Platz."

Tennis-Fed-Cup - Relegation Weltgruppe
Österreich - Kanada, Zwischenstand 4:1

Barbara Schett - Marie-Eve Pelletier 3:6,6:2,6:4
Patricia Wartusch - Maureen Drake 6:3,6:7 (3),6:2
Barbara Schett - Maureen Drake 7:5,2:6,6:1
Partricia Wartusch - Marie-Eve Pelletier 6:7 (3),6:3,6:3
Sibylle Bammer/Evelyn Fauth - Sonya Jeyaseelan/Vanessa Webb 5:7,2:6

(APA/red)

15.7.2003 14:31