Montag, 14. Juli 2003

15-jähriger Barbera brauste in England zu 1. WM-Sieg

  • Nach Zeitstrafe für Sieger Rossi MotoGP an Biaggi

Er zählt gerade erst fünfzehneinhalb Lenze, aber am Sonntag auf der achten Station der Motorrad-WM erwies er sich als ganz Großer. Der Spanier Hector Barbera (Bild) gewann in Donington Park auf seiner Achtelliter-Aprilia den Grand Prix von Großbritannien. In der MotoGP-Klasse wurde der Italiener Valentino Rossi disqualifiziert und dessen Landsmann Max Biaggi zum Sieger erklärt. Rossi soll seinen Honda-Markenkollegen überholt haben, während die Gelbe Flagge gezeigt worden ist.

Barbera, der nur von der sechsten Position ins Rennen über 25 Runden (100,575 km) gegangen war, übernahm schon bald nach dem Start die Führung und brachte diese auch ins Ziel. Im Finish wehrte der Youngster die letzten Angriffe der beiden Italiener Andrea Dovizioso und Stefano Perugini, die sich letztlich nur um 605 Tausendstel bzw. 2,597 Sekunden geschlagen gaben, ab.

Ein anderer Spanier feierte in der 250 ccm-Kategorie den ersten Saison-Erfolg. Pole-Mann Fonsi Nieto verhalf nach packenden Fünfkampf Aprilia zum zwölften WM-Sieg in Serie. Nieto hielt den zweitplatzierten WM-Spitzenreiter Manuel Poggiali aus San Marino um 269 Tausendstel auf Distanz.

Im MotoGP fiel der Sieg Max Biaggi zu. Sein italienischer Landsmann und Markenkollege Valentino Rossi war zwar zum vierten Mal in der Saison als Erster über die Ziellinie gefahren, erhielt aber wegen Überholens unter der Gelben Flagge eine Zeitstrafe von zehn Sekunden und landete damit nur auf Rang drei. Alex Barros (BRA/Yamaha) war im Warm Up mit dem Japaner Yukio Kagayama kollidiert, stürzte, erlitt dabei einen Handbruch und gab w.o.

(APA/Red)

14.7.2003 09:05