US-Vorbereitungen für Irak-Krieg schon Mitte 2002!
- Tödliche Irak-Besatzung: Wieder starben zwei US-Soldaten
- PLUS: US-Präsident Bush wird immer unbeliebter (Kasten)
·Popularität
US-Präsident Bush wird unbeliebt
·Polit-Suizid
Kelly war Quelle für BBC-Irak-Bericht
·Unter Beschuss
Bush & Blair recht- fertigen Irakkrieg
·Miese Moral
Große Probleme für US-Truppen im Irak
·Gute Freunde
Berlusconi zu USA-Besuch bei Bush
Neue Enthüllungen um den Irak-Krieg: Die USA haben einem Bericht der US-Zeitung "New York Times" zufolge bereits mehr als ein halbes Jahr vor Beginn des Krieges mit gezielten Luftangriffen ihre Großoffensive vorbereitet. Ziele waren damals vorwiegend Kommunikationseinrichtungen.
Etwa 50 Angriffe seien von Mitte 2002 bis Anfang des Jahres auf irakische Stellungen geflogen worden, berichtete die Zeitung am Sonntag unter Berufung auf US-General Michael Moseley. Als Rechtfertigung hätten Verletzungen der von den USA und Großbritannien ausgerufenen Flugverbotszonen im Norden und Süden des Irak gedient, erläuterte Moseley demnach am Donnerstag bei einem Vortrag auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Nellis im US-Bundesstaat Nevada.
Ziel des "Southern Focus" genannten Plans seien unter anderem Fiberoptik-Kabel gewesen, mit denen die irakische Regierung militärische Befehle übermitteln wollte, berichtete die Zeitung weiter. Für jeden Angriff sei eine Genehmigung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld notwendig gewesen, die dieser in allen Fällen erteilt habe. Auf mehr als 390 Einrichtungen seien genau 606 Bomben geworden worden. Mehr als 30 irakische Zivilisten seien dabei ums Leben gekommen. Mit Luftangriffen auf die Hauptstadt Bagdad eröffnete die US-Armee am 20. März offiziell den Krieg gegen den Irak.
Erneut zwei US-Soldaten getötet
Im Norden des Irak sind am Sonntag in der Früh erneut zwei US-Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat wurde verletzt. Ihr Konvoi wurde mit Panzerfäusten angegriffen, teilte ein Sprecher des US-Militärkommandos in Bagdad mit. Die Attacke bei Tal Afar, nahe Mosul, erfolgte aus dem Hinterhalt.
Die US-Invasionstruppen sind nach dem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein im April fast täglich Ziel solcher Angriffe. Seit Kriegsbeginn am 20. März sind nunmehr 151 US-Soldaten bei Angriffen getötet worden. Die US-Regierung macht Anhänger Saddams dafür verantwortlich. (APA/red)
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