IAEO-Inspektoren untersuchen Atomanlagen im Iran
- Kanandische Journalistin von iranischen Behörden zu Tode geprügelt
Ein Expertenteam der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) hat am Samstag mit der Inspektion von Nuklearanlagen im Iran begonnen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf den Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Khalil Mussavi.
Zu Berichten aus Wien, wonach UNO-Inspektoren nach Angaben aus diplomatischen Kreisen in Proben aus dem Iran angereichertes Uran gefunden haben sollen, wollte sich Mussavi nicht äußern. "Wir äußern uns nur zur IAEO-Berichten und nicht zu vagen Quellen wie diplomatischen Kreisen."
Die USA werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran selbst hat stets erklärt, sein Atomprogramm diene ausschließlich zivilen Zwecken. Bei seinem jüngsten Besuch in Teheran am 9. Juli hatten IAEO-Chef Mohammed El-Baradei und der iranische Präsident Mohammed Khatami sich auf insgesamt zwei Inspektionen von Anlagen zur Klärung der Vorwürfe geeinigt.
Nach Ansicht von Beobachtern ist der Iran angesichts des wachsenden Drucks der Weltgemeinschaft offenbar prinzipiell bereit, das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen, das der in Wien ansässigen UNO-Atomenergiebehörde umfassende und unangemeldete Kontrollen der iranischen Atomanlagen gestattet. Die iranische Regierung hatte allerdings wiederholt betont, sie werde das Protokoll nur unterzeichnen, wenn Teheran im Gegenzug Zugeständnisse wie etwa die Aufhebung von Handelssanktionen erhalte. (apa)
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