USA lassen 16 Afghanen in Guantanamo frei
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Die USA haben 16 bisher im Militärgefängnis Guantanamo auf Kuba inhaftierte Afghanen freigelassen, wie die Behörden am Samstag in Kabul mitteilten. Polizeisprecher Ghulam Faruk erklärte, die 16 seien den afghanischen Behörden bereits am Donnerstag im US-Stützpunkt Bagram übergeben worden. Einer sei krank und werde jetzt in Kabul behandelt.
Die US-Behörden hätten erklärt, die während des Afghanistan- Krieges 2001 festgenommenen Männer seien unschuldig, sagte Faruk. Über ihre Freilassung entscheide jetzt das afghanische Innenministerium. In Guantanamo werden nach US-Angaben rund 680 Personen aus 42 Ländern festgehalten.
Auch in den vergangenen Tagen seien neue Personen hinzu gekommen, andere hätten das Lager verlassen können. Zu Beginn der Woche waren elf Pakistaner freigekommen. Die Regierung in Washington erklärte sich am Freitag bereit, die Verfahren gegen britische und australische Staatsbürger auszusetzen. Pakistan fordert das selbe für seine Staatsbürger. "Wir hoffen und wir erwarten, dass sie nicht vor Gericht gestellt werden", sagte der pakistanische Informationsminister Scheich Raschid Ahmed am Samstag der Nachrichtenagentur AP.
Bei den von den USA Freigelassenen Afghanen handelte es sich zumeist um Paschtunen, die von den Taliban in die Armee eingezogen wurden. Seit dem Sturz der Taliban sehen sich vor allem im Norden des Landes viele Paschtunen von den Sicherheitskräften verfolgt, die zumeist von den Tadschiken beherrscht werden, die der siegreichen Nordallianz angehörten. In einem Flüchtlingslager im Süden Afghanistans leben nur Paschtunen, die vor den Angriffen von Tadschiken aus dem Norden geflohen sind. (APA/ red)
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