Nordkorea lenkt offenbar in Atomstreit ein
- Gespräche bei Bestandsgarantie für das Regime
·Bill Clinton
Nordkorea ist ge- fährlicher als Irak
Nordkorea hat im Streit um sein Atomprogramm nach japanischen Presseberichten eingelenkt und ist demnach unter Bedingungen wie von den USA gefordert zu multilateralen Gesprächen bereit. Als Voraussetzung müssten die USA aber eine Bestandsgarantie für das Regime in Pjöngjang geben, berichtete die Tageszeitung "Tokio Shimbun".
Nordkoreanische Vertreter bei den Vereinten Nationen hätten den Vorschlag bei inoffiziellen Gesprächen mit US-Vertretern am 8. Juli gemacht, schrieb das Blatt unter Berufung auf nicht näher genannte chinesische Regierungskreise.
"Wir wären zu Fünf-Länder-Gesprächen bereit, wenn es ein Versprechen zum Bestand der Regierung geben würde", sagte ein nordkoreanischer Diplomat nach Angaben der Zeitung US-Vertreter. Nordkorea hatte bisher stets auf bilaterale Gesprächen mit den USA zur Beilegung des Streits bestanden sowie einen Nicht-Angriffspakt mit den USA gefordert. Die USA wollen jedoch eine Einbeziehung weiterer Staaten wie Südkorea, Japan und China. Vertreter Chinas und Japans haben am Dienstag ihre Bereitschaft zur Teilnahme an Gesprächen bekräftigt. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen ist auch Südkorea dazu bereit. (apa)
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