Norditalien leidet unter der Dürre: Alpenseen werden in Flüsse abgelassen!
- In den nächsten Tagen werden Stromausfälle erwartet
- Landwirtschaft weiter in Gefahr - Ergiebiger Regen nicht in Sicht
·Frankreich
Feuer: 10.000 ha Wald vernichtet
·Prognose für die nächsten Tage
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Zwar hatte es ein paar Gewitter gegeben, der schweren Dürre konnte das wenige Wasser aber nichts anhaben: Italiens Norden leidet weiterhin unter einer nie gekannten Trockenheit. Um dem Wassermangel entgegen zu wirken, werden nun Alpenseen in die Flüsse abgelassen. Industrie und Landwirtschaft erhofft sich davon höhere Pegelstände und eine Überbrückung der Stromengpässe. Immerhin haben Klimaanlagen und Ventilatoren zu neuen Spitzen im Verbrauch geführt - Energieausfälle in den nächsten Tagen seien laut Strombehörde zu erwarten.
Wegen des hohen Energiekonsums warnen die Behörden im Hitze geplagten Italien wieder vor möglichen Stromausfällen in den kommenden Tagen. Nachdem am Donnerstag ein Spitzenverbrauch von 53.100 Megawatt gemeldet worden war, riefen die Experten dazu auf, Elektrogeräte wenn möglich nachts einzuschalten und Ventilatoren sowie Klimaanlagen nur sparsam einzusetzen. Wegen der Hitze seien Klimaanlagen im Dauerbetrieb, die Stromnetze seien total überlastet. Stromausfälle seien vor allem in den Großstädten nicht auszuschließen, betonten die Sprecher der nationalen Strombehörde GRTN.
Brände bedrohen den Süden
Süditalien, dem bisher das Problem der Wasserknappheit erspart worden war, kämpft gegen Brände, die vor allem in Kalabrien und in der Gegend des Salento in der Region Apulien bereits enorme Schäden angerichtet haben. Hunderte Hektar Buschland wurden zerstört. Am Samstag wurde auch ein Feuer an den Hängen des Vesuvs gelöscht.
Mehrere 100 Einsatzkräfte seien in ganz Italien mit den Löscharbeiten beschäftigt, berichtete das italienische Staatsfernsehen RAI am Sonntag. "Die hohen Temperaturen und die Dürre gefährden ganz Süditalien", sagte der Generaldirektor der italienischen Förstervereinigung, Giuseppe Di Croce. Die meisten Brände würden vorsätzlich gelegt. "Es handelt sich bei den Tätern um Arbeitslose, die hoffen, bei der Feuerwehr Geld zu verdienen", mutmaßen Experten. Aber auch Hitze und starker Wind tragen zur Ausbreitung der Flammen bei.
Alpensee-Wasser für den Po
Um den norditalienischen Fluss Po vor dem Austrocknen zu bewahren, wurden am Wochenende die Stauseen in den lombardischen Alpen geöffnet. Außerdem wird Wasser von den großen norditalienischen Seen zum Po umgeleitet. Damit der Pegel des Po wieder steigt, braucht der Fluss acht Millionen Kubikmeter Zufluss am Tag. Auch der Wasserstand des Gardasees und des Comer Sees ist bereits alarmierend niedrig. (apa/red)
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