G-8-Gipfel vor der Küste Georgias geplant
- Insel ideal um Demonstranten fern zu halten
Ein Ferienort vor der Küste des US-Staats Georgia soll Schauplatz des G-8-Gipfels im kommenden Jahr werden, wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstag erfahren hat. US-Präsident George W. Bush habe Sea Island für den Gipfel auserkoren, erklärten Gewährsleute. Regierungsvertreter in Georgia halten die Insel rund 100 Kilometer südlich von Savannah für ideal, um Demonstranten fernzuhalten.
Gouverneur Sonny Perdue sagte, er befürchte keine Ausschreitungen. Die Polizei habe bereits Übungen abgehalten, um sich auf den Gipfel vorzubereiten.
Gut gesichert
In der Nähe der acht Kilometer langen privaten Insel liegen Einrichtungen der Armee und der Polizei sowie ein U-Boot-Stützpunkt. Auf der Insel befinden sich eine 1928 gebaute Ferienanlage im mediterranen Stil, mehrere Golfplätze und 500 Privathäuser. Sie gehört dem Anfang des 20. Jahrhunderts vom Autohersteller Howard Coffin gegründeten Unternehmen Sea Island. 1990 fand der G-8-Gipfel im texanischen Houston statt, 1997 in Denver in Colorado.
Immer wieder Unruhen
In den vergangenen Jahren kam es bei den Gipfeltreffen der acht wichtigsten Industriestaaten zu Protesten von Globalisierungskritikern, die zum Teil gewaltsam verliefen. In Genua wurde 2001 ein Demonstrant erschossen, mehrere hundert Menschen wurden verletzt, darunter auch viele Polizisten. Im Jahr darauf wählte die kanadische Regierung daher den abgeschiedenen Bergort Kananaskis in den Rocky Mountains als Veranstaltungsort. In diesem Jahr fand der Gipfel im französischen Evian statt. (apa)
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